Linnich: Wenn es Dr. Wierschowski mulmig wird...

Linnich: Wenn es Dr. Wierschowski mulmig wird...

So ruhig und gedämpft es im Allgemeinen im Deutschen Glasmalerei Museum in Linnich zugeht, so lebhaft wurde es dort zum Internationalen Museumstag.

So manches hatte sich das Team um Museumsleiterin Dr. Myriam Wierschowski eigens für diesen Tag einfallen lassen und ihre Gäste wussten es sehr zu würdigen.

Bereits zur Öffnung des Hauses hatten sich mehr als sechzig Besucher eingefunden, die an der kostenlosen Führung durch die aktuelle Ausstellung von Hans Gottfried von Stockhausen und durch das Haus teilnehmen wollten. Kurzerhand wurde daher, um die Gruppe nicht zu groß werden zu lassen, eine weitere Führung eingeschoben.

Zehn Glaskünstler hatten vor und im Museum ihre Stände aufgeschlagen und boten qualitativ hochwertige Glaskunst an. Der Förderverein des Museums bot Kaffee und Kuchen an. In der Museumswerkstatt konnten sich die Besucher darüber hinaus als Mosaikkünstler versuchen.

Mit Unterstützung des Künstlers Michael Müller entstanden kleine Kunstwerke. Vorgefertigt hatte er Herzen, Vögel, Schmetterlinge oder Eidechsen als Formen, die die Besucher mit bunten Steinen versehen und anschließend mit nach Hause nehmen konnten.

Besonders lebhaft ging es auf der Ebene 6 zu. Diesen Bereich beanspruchte der Schülerzirkus „Configurani” aus Aachen, der mit rund 30 jungen Akteuren angereist war. Ein wenig bange wurde es da Dr. Wierschowski schon ums Herz, als sie sah, wie die jungen Leute mit ihren Keulen und Bällen vor den Glaskunstwerken agierten.

Neben dem Deutschen Glasmalerei Museum in Linnich beteiligte sich auch das LVR Kulturhaus Landsynagoge Rödingen mit einigen Aktionen am Internationalen Museumstag.

Neben Führungen für Kinder und Erwachsene stand eine Dorfrallye auf dem Programm. Außerdem durften sich die Besucher dort am alten jüdischen Memor Spiel versuchen, bei dem es das Gedächtnis zu trainieren gilt.