Niederzier: Weiche für die Sprinter ist bald fertig

Niederzier: Weiche für die Sprinter ist bald fertig

Der Umbau des Haltepunktes Huchem-Stammeln der Rurtalbahn schreitet zügig voran. Bis Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Rurtalbahn richtet an besagter Stelle einen neuen Ausweichpunkt für ihre RegioSprinter ein. So soll der zeitliche Anschluss der Strecke Jülich-Düren an das weiterführende Schienennetz ab Bahnhof Düren gewährleistet werden.

Hintergrund: Nach Umstellung der Fahrpläne durch die Deutsche Bahn erreichten die Sprinter den Bahnhof oft erst, nachdem der Regional-Express der DB schon abgefahren war. Nun können die Sprinter ihr Tempo nicht unbegrenzt steigern. Zumal es auf der eingleisigen Strecke bislang nur einen Kreuzungspunkt, in Krauthausen, gab.

Das heißt: Der Zug von Linnich nach Düren musste in Krauthausen so lange warten, bis der entgegen kommende Sprinter ebenfalls in Krauthausen eingetroffen war und das Gleis Richtung Düren frei machte. Dabei ging oft wertvolle Zeit verloren.

Ein zweiter Kreuzungspunkt in Huchem-Stammeln soll nun für Abhilfe sorgen. Derzeit wird der Untergrund für das zusätzliche Gleis hergerichtet. Die Schwellen sollen bis Ende Mai verlegt sein. Dann folgt der Bau des neuen Bahnsteiges in der Mitte der beiden Schienenstränge.

Das erste Gleis wird zudem näher zur Bushaltestelle Richtung Straße verschwenkt. Bis Ende Juni werde auch das erledigt sein, teilte Christoph Göddecke, bei der Rurtalbahn für die Planung zuständig, jetzt auf Anfrage mit.

Im Anschluss müsse dann nur noch die Signaltechnik angepasst werden. Dies sei mit viel weniger Lärm verbunden als die derzeit laufenden Bautätigkeiten, verspricht Göddecke, der die Nachbarn des Haltepunktes um Verständnis bittet.

Nach Abschluss der Arbeiten sei, was den Lärm betreffe, wieder alles wie vorher: Jeweils zwei Züge passieren den Haltepunkt im Halbstundentakt. Göddecke: „Es gibt keine Verschlechterung der Lärmwerte.”

Die Rurtalbahn hat inzwischen fünf neue Züge bei der Firma Stadler geordert, teilt Göddecke mit. Die werden jedoch zunächst nur auf dem Streckenabschnitt zwischen Düren und Heimbach zum Einsatz kommen.

19 ähnliche Fahrzeuge rollen in Diensten der Rurtalbahn derzeit schon auf der Strecke zwischen Koblenz und Wiesbaden. Die neuen Züge verfügen über Toiletten und eine Klimaanlage.

Mehr von Aachener Nachrichten