Jülich: „Wasserbüffel“ will philippinischen Erdbebenopfern helfen

Jülich: „Wasserbüffel“ will philippinischen Erdbebenopfern helfen

In der Nacht zum Dienstag voriger Woche schickte die Ärztin Dr. Grace Molina von der Insel Bohol der Philippinen dem Jülicher Ehepaar Helga und Jochen Range von Aktion Wasserbüffel eine SMS: „Ich bin noch in der Region von Tagbilaran, kann nicht nach Hause nach Lo-on gehen, weil Straßen und Brücken zerstört sind. Ich sorge mich um meinen Sohn und meine Mutter, die in Lo-on wohnen.“

Später konnte sie sie mit dem Handy erreichen. Sie waren in einem Evakuierungszentrum. Was war passiert?

Bei dem schweren Erdbeben auf den Philippinen kamen nahezu 200 Menschen ums Leben, mehrere hunderttausend Familien verloren ihr Heim. Bei dem Beben der Stärke 7,2 wurden am Dienstag auf der Insel Bohol und Nachbarinseln in der Mitte der Philippinen zehntausende Häuser zerstört, darunter auch viele Krankenhäuser und kulturhistorische Gebäude. Straßen und Brücken erlitten schwere Schäden und erschweren das Durchkommen der Rettungs- und Hilfsmannschaften.

Arme Bevölkerung

Auch die Projekte der Aktion Wasserbüffel e.V. auf Bohol sind betroffen. Ort der letzten ärztlichen Untersuchung von Kindern in frühen Schuljahren, geleitet und organisiert von Dr. Grace Molina, war das Dorf Nueva Vida der Gemeinde Lo-on, etwa 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tagbilaran. In Nueva Vida wie in vielen entlegenen Bergdörfern von Bohol mühen sich Bauern ab, aus dem wenigen Land, das sie besitzen, eine Ernte zu erzielen, die gerade für ihren nackten Lebensunterhalt reicht. Gesundheitsvorsorge oder Ausbildung ihrer Kinder sind eher Luxus als Menschenrecht. Den Bericht über die medizinische Mission findet man im Internet unter http://www.aktion-wasserbueffel.eu/Loonreport.pdf.

Auf das Hilfsangebot aus Jülich schreibt Grace: „Lo-on ist schwer betroffen. Viele Häuser, Straßen und Brücken sind zerstört. Strom- und Wasserversorgung sind wie in vielen Städten auf Bohol zusammengebrochen. Es gibt Tote und Verletzte. Es gibt laufend Nachbeben. Ich plane in Zusammenarbeit mit der Organisation ländliche Missionaren der Philippinen eine Hilfsmission mit Essen, Wasser und medizinischer Hilfe für die Evakuierten rund um Lo-on.”

Grace kann in Lo-on ihr Handy nicht aufladen, weil es keinen Strom gibt. „Das erschwert unseren Kontakt. Das Internet ist auch zusammengebrochen. Unsere Geldüberweisung mit Western Union, die normalerweise einen minutenschnellen Transfer ermöglicht, wird erschwert, weil kein Büro von Western Union in Lo-on online ist“, schildern Helga und Jochen Range. Das nächste Büro ist viele Stunden Fahrt entfernt. Inzwischen ist die Hilfsaktion in Lo-on angelaufen mit Essen und Medikamenten, die von dem überwiesenen Geld gekauft wurden.

Von der Außenwelt abgeschnitten ist auch das Dorf Totolan auf der vorgelagerten Insel Panglao, das das Ehepaar Range 2012 besuchte. Auch dort fehlen Wasser und Elektrizität.

Spendenkonto

Aktion Wasserbüffel unterstützt die Hilfsmissionen von Dr. Grace Molina in den Evakuierungszentren um Lo-on und in den Projektorten und bittet dazu um Spenden:

Spendenkonto Nr. 5854468, Sparkasse Düren, BLZ 39550110.

oder: IBAN: DE42395501100005854468, BIC: SDUEDE33XXX