Warnstreiks an zwei Tagen in Linnich

Tarifverhandlungen : 48 Stunden Warnstreik in Linnich

Rund 400 Beschäftigte der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie haben sich in Linnich im Vorfeld der fünften Tarifverhandlungsrunde an Warnstreiks beteiligt.

Sie legten an zwei Tagen in Folge in der schon länger andauernden Tarifauseinandersetzung die Arbeit nieder. Das berichtet Gewerkschaftssekretär Franz Blatt (Verdi). Aufgerufen waren die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von der SIG Combibloc GmbH und der Gascogne Flexible Germany GmbH in Linnich.

„Die Kolleginnen und Kollegen folgten in großer Zahl dem Aufruf, um ihrer Forderung nach sechs Prozent höheren Löhnen und Gehältern und einer Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 90 Euro ab 1. November 2018“ rückwirkend Nachdruck zu verleihen, resümieren die Verdi-Verantwortlichen. Der Warnstreik über 48 Stunden habe erhebliche Auswirkungen auf die Produktion gehabt. Ziel der Arbeitsniederlegung, bei der Transparente mit „Gute Arbeit – gutes Geld“ zu lesen waren, sei es gewesen, die Entschlossenheit der Beschäftigten zu zeigen, um in der fünften Verhandlungsrunde am morgigen 19. Februar „endlich ein Ergebnis zu erzielen“.

Neben der Tariferhöhung, bei der die Vorstellungen der Verhandlungspartner noch weit auseinanderklaffen, seien von den Arbeitgebern gewünschte Öffnungsklauseln ein Knackpunkt. Sie wollen die Möglichkeit bekommen, bei „wirtschaftlicher Schieflage“ Lohnerhöhungen verschieben zu können, hieß es von Gewerkschaftsseite.

Aber die Parameter einer solchen „Schieflage“ seien unklar, weshalb Verdi dieser Forderung eine Absage erteilt.

(vpu)
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