Wanderausstellung der Caritas-Kampagne

„Zusammen sind wir Heimat“ : Wanderausstellung der Caritas-Kampagne

„Heimat ist, wo ich mich wohlfühle“. Diesen Slogan wählten Oberstufenschülerinnen des Nelly-Pütz-Berufskollegs in Düren für ihre Wandbildgestaltung im Rahmen der Wanderausstellung der Caritas-Kampagne „Zusammen sind wir Heimat“.

In der Mitte des Wandbildes auf steingrauem Hintergrund ist das Gruppenbild der drei Gestalterinnen zu sehen, umrahmt von vier kleineren Fotos. Eines davon zeigt einen romantischen Sonnenuntergang, die drei anderen verbildlichen die Hobbys von Jasmine Zender, Autorin der Abhandlung in der Ausstellungsbroschüre.

Ihre Hobbys sind Fotografieren und Reiten und ihre Hunde Fleck und Lissy. Am oberen Bildrand ist ein Regal mit Büchern, Fotos und Kakteen zu sehen, links die Großaufnahme eines weißen Bademantels an einem Haken, die der Wandgestaltung einen Hauch Gemütlichkeit verleiht. In der rechten unteren Ecke prangt das weiße Caritas-Emblem auf rotem Grund.

Nach Entscheid der fünfköpfige Jury aus verschiedenen Berufssparten verdiente der Beitrag den zweiten Jurypreis. Das Wandbild, das aktuell bis zum 28. Februar mit sieben anderen Beiträgen im Foyer des Titzer Rathauses zu sehen ist, ist ein Beispiel aus den Kreationen von Unter- und Mittelstufenschülern und solchen aus dem Berufskolleg, die dem Aufruf der Caritas gefolgt waren.

„In der Summe haben wir sieben Preise ausgelobt“, sagte Caritas-Vorstandssprecher Dirk Hucko. Der Sieger des Online-Votings gewann ein Konzert, ansonsten gab es Geldpreise und einen Trostpreis.

Es zählte nicht nur die Darstellung nach den Vorgaben der Caritas, sondern auch die Idee und Präsentation, wie Fachbereichsleiter Rudolf Stellmach ausführte. Erster Sieger wurde deshalb eine virtuelle internationale Wohngemeinschaft mit ihrer Gestaltung zum Slogan „Heimat ist, wo wir gemeinsam erleben“ und erhielt zudem den Publikumspreis.

Das Jahresthema der Caritas nimmt laut Hucko Migranten in den Blick, die Heimat suchen, aber auch tagebaubedingte Umsiedler, Senioren auf der Suche nach geeignetem Lebensraum, und die Anforderung an junge Menschen, „überall Arbeit zu finden“.

Stellmach erinnerte an das Vorjahresmotto „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“, das mehr die Wohnsituation in den Blick nimmt. Die Caritas erregte damit Aufsehen inmitten eines Standes mit einer Badezimmerdeko der 40er- oder 50er-Jahre auf einer Baumesse. An drei Ausstellungstagen fanden sich rund 500 Gesprächspartner.

Mit der aktuellen Schau, die bereits 2017 Thema war, ist die Caritas in der gesamten Region unterwegs. Von Aldenhoven über Vettweiß nach Rödingen, wo in der Alten Schule ein Thementag im Kalender steht, wandert die Ausstellung zu den Toren des Nationalparks.

Bürgermeister Jürgen Frantzen zeigte sich begeistert, die besondere Schau im Rathaus zu haben. „Wir haben eigentlich viel zu selten Ausstellungen“, sagte er.

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