LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen: Vortrag über Marx-Tochter Eleanor

LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen : Vortrag über Marx-Tochter Eleanor

In der LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen, Mühlenend 1, hält die Kölnerin Dr. Eva Weissweiler am Sonntag, 7. Oktober, um 15 Uhr einen Vortrag zum Thema „Ich bin eine Jüdin! Das Leben der jüngsten Marx-Tochter Eleanor, genannt „Tussy“.

Eleanor Marx (1855 — 1898) war die jüngste Tochter von Karl Marx und Jenny von Westphalen. Obwohl als Vertreterin des „sex par excéllence“ nicht mit Jubel begrüßt, wuchs sie schon früh in die Rolle seiner Sekretärin, Übersetzerin und Krankenpflegerin hinein, die sein Werk bis ins Kleinste kannte.

Doch ihre eigentliche politische Aktivität entfaltete sie erst nach seinem Tod: als Kämpferin für Frauenrechte, Mitgründerin sozialistischer Parteien und Galionsfigur der ostjüdischen Lohnarbeiter im Londoner East End, die sie liebevoll „our mother“ nannten. In diesem Punkt grenzte sie sich deutlich von ihrem Vater ab, der seine jüdische Herkunft am liebsten verleugnet hätte. Eleanor Marx litt unter starken Depressionen und nahm sich mit 43 Jahren das Leben.

Dr. Eva Weissweiler studierte Germanistik, Musik- und Islamwissenschaft in Bonn. Seit ihrer Promotion arbeitet sie als freischaffende Journalistin und Buchautorin. Ihre Schwerpunkte sind Frauengeschichtsforschung, deutsch-jüdische Lebenswege sowie Flucht und Migration. Zu ihren wichtigsten Büchern gehören eine Biografie über Clara Schumann oder die Familiengeschichte der Freuds.

Der Eintritt kostet 3 Euro, enthalten sind eine Besichtigung der Gebäude und der Dauerausstellung.