Jülich: Vor 40 Jahren: Vor Freude sogar die Trikots getauscht

Jülich: Vor 40 Jahren: Vor Freude sogar die Trikots getauscht

Auch wenn die Jülicher „Zehner” in diesen Tagen eher mit traurigen Neuigkeiten für Schlagzeilen sorgen, so gibt es für den Traditionsverein an diesem Wochenende doch einen kleinen Grund zur Freude. Am Sonntag, 11. Juli, jährt sich der Gewinn der zweiten Deutschen Amateurmeisterschaft zum 40. Mal.

Gerne blicken ehemalige Spieler wie Peter Aretz auf diese schöne Zeit zurück. „Wir waren eine verschworene Gemeinschaft”, so Aretz. Die Kameradschaft sei einmalig gewesen, bis heute verstehen sich die noch lebenden Spieler bei den regelmäßig in größeren Abständen stattfindenden Treffen hervorragend.

Unter Trainer Martin Luppen, der bis heute als fabelhafter Stratege gilt, und Assistent Reinhard Schilde traten am 12. Juli 1970 Werner Kamper, Manfred Claßen, Theo Fabry, Franz Barthels, Dieter Kettenhofen, Heinz Osenberg, Josef Görgens, Heinz Rick, Herbert Mühlenberg, Werner Marx und Rainer Henseler in Siegen gegen Eintracht Braunschweig an.

Eingewechselt wurden in der 73. Minute Peter Aretz (für Henseler) und Heiner Schnitzler (für Fabry). Auf der Reservebank saßen zudem Rudi Joeris, Hermann-Josef Zurkaulen und Alfred Spix.

Mit einem Kopfballtor in der 23. Minute brachte damals Mühlenberg den SC Jülich 1910 in Führung, die Classen sechs Minuten später auf 2:0 ausbaute. In der zweiten Halbzeit schraubte Rick das Resultat auf 3:0 hoch (70.).

Die Berichte in den beiden Jülicher Tageszeitungen geben Aufschluss darüber, dass die Herzogstädter den Titel verdient verteidigten. Eine geschlossene Mannschaftsleistung, konditionelle Vorteile auf Seiten der Jülicher und die durchweg besseren Einzelspieler machten in diesem Finale vor 8000 Zuschauern den Unterschied.

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