Juelich: Von Postkarten bis Lithografien

Juelich: Von Postkarten bis Lithografien

An 25 Ständen, „sovielen wie lange nicht“, präsentierten Aussteller bei der 26. Bücherbörse des Jülicher Geschichtsvereins im PZ des Gymnasiums Zitadelle ihre Heimat- und Regionalliteratur. Damit hebt sie sich „von anderen Börsen ab“, wie Vereinsvorsitzender Guido von Büren nicht ohne Stolz betonte.

So war die zündende Idee von Gabriele und Heinz Spelthahn vor 26 Jahren zur Attraktivierung des Jülicher Geschichtsvereins erneut von Erfolg gekrönt. Die Anbieter, darunter einige Mitglieder von Geschichtsvereinen, kamen aus dem Nahbereich, ferner aus Düren, Heinsberg, Eschweiler und Aachen.

„Bei uns sind schon einige Bücher über die Theke gegangen“, darüber freute sich Norbert Schiffer, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Titz, der mit seinem Team das Vereinsarchiv geleert hatte und „ganz spontan“ zum ersten Mal dabei war. „Nicht so gut“ lief es zumindest in der ersten Stunde an einem anderen Stand. Das breit gefächerte Angebot reichte von Postkarten über Eifel-Festschriften, „Das rheinische Platt“ oder die „Malerei der Gotik und Frührenaissance“ aus 1938 bis hin zu „Sagen, Märchen und Legenden an Wurm und Rur“.

In der feil gebotenen Palette fand sich auch das ein oder andere „Schätzchen“. Ein Beispiel war der „Kritische Kalender“ von A. Paul Weber aus 1969 mit 27 Lithografien, darunter ein signiertes Original, nämlich das „sitzende Pferd mit Reitpeitsche“. Ein anderes Beispiel waren Original-Backformen aus Lindenholz für Printen und Lebkuchen, handgeschnitzt vom verstorbenen Welldorfer Josef Merkens — mit der dazugehörigen Literatur.

Fünf gut gefüllte Wühlkisten als Gratisangebot zum Mitnehmen komplettierten die Auswahl. Andere Aussteller hatten bereits selbst Bücher publiziert. Im Ammianus-Verlag waren einige Werke von Judith und Christian Vogt und Michael Kuhn erschienen, Genre klassische Antike. In zwei aufeinander folgenden Lesungen zeitgleich zur Bücherbörse lasen Judith Vogt aus „Schwertbrüder“, Band 1 aus der „Eburonenlied“-Trilogie und Michael Kuhn, der das Abschlusswerk seiner Marcellus-Reihe, „Blutgericht“ zu Gehör brachte.

(ptj)
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