Hoher Schaden: Von Handy abgelenkt und Unfall gebaut

Hoher Schaden : Von Handy abgelenkt und Unfall gebaut

Bei einem Auffahrunfall sind am Samstagnachmittag auf der Landesstraße 12 bei Inden zwei Menschen leicht verletzt worden. Die Fahrerin des hinteren Wagens war wohl durch ihr Handy abgelenkt.

Wie die Dürener Polizei berichtet, war ein 30 Jahre alter Mann aus Aachen gegen 15.10 Uhr auf der L12 aus Luchem kommend in Richtung Ortsmitte Lucherberg unterwegs. Er wollte nach links in die Talstraße abzubiegen und verlangsamte sein Auto daher. Eine hinter ihm fahrende, 34-jährige Autofahrerin aus Inden bemerkte dies zu spät und fuhr auf das Heck des Vordermanns auf.

Das Auto des Aacheners wurde durch die Wucht des Aufpralls weitergeschoben und kam auf dem Gehweg im Einmündungsbereich zum Stillstand. Laut eigenen Angaben hatte die 34-Jährige versucht, ihr heruntergefallenes Handy aus dem Fußraum ihres Autos aufzuheben. Dadurch hatte sie das Abbremsen des Vorausfahrenden nicht wahrgenommen.

Laut Aussage des Aacheners und seines 26 Jahre alten Beifahrers aus Langerwehe war die Indenerin bereits während der Fahrt dauerhaft mit ihrem Handy beschäftigt gewesen und hatte dieses auch zum telefonieren benutzt.

Während der Unfallaufnahme konnte nicht geklärt werden, ob das Handy benutzt wurde oder lediglich herunterfiel und aufgehoben wurde. Tatsache ist laut Polizei, dass die Fahrerin durch ihr Smartphone abgelenkt war und in Folge dessen nur unzureichend auf den Verkehr achten konnte.

Bei dem Unfall entstand ein Schaden von etwa 12.000 Euro, beide Autos mussten abgeschleppt werden. Die beiden Männer wurden durch den Aufprall leicht verletzt, eine Behandlung an der Unfallstelle war jedoch nicht nötig.

Die Polizei appelliert, dass man sich als Verkehrsteilnehmer niemals durch sein Mobiltelefon ablenken lassen sollte. Dies gilt sowohl für Autofahrer, als auch Radler und Fußgänger. „Schon ein kurzer Blick aufs Display sorgt dafür, dass Sie mehrere Meter im Blindflug zurücklegen. Kein Anruf und keine Nachricht sind es wert, das eigene Leben und das anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel zu setzen!“, rät die Polizei Düren.

(red/pol)
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