Planungs-, Umwelt und Bauausschuss: Viele Parkplätze am Walramplatz müssen weichen

Planungs-, Umwelt und Bauausschuss : Viele Parkplätze am Walramplatz müssen weichen

Die baurechtlichen Voraussetzung für den neuen Innenstadt-Supermarkt am Walramplatz sind beschlossen. Die geplanten Wasserbauarbeiten für die Schwanenteich-Gastronomie entfallen allerdings.

Etliche zukunftsweisende Beschlüsse standen am Donnerstag im Jülicher Planungs-, Umwelt und Bauausschuss auf der Agenda. So fasste der Fachausschuss beim Bebauungsplan Nr. 49 „Walramplatz“ bei einer Gegenstimme mit überwältigender Mehrheit den Aufstellungsbeschluss. Damit wird die planungsrechtliche Voraussetzung dafür geschaffen, dass auf dem Platz am Stadteingang ein Lebensmittel-Vollsortimenter errichtet werden kann. Vor der Beschlussfassung hatten Ralph Pallaß (UWG Jül) und Martina Gruben (SPD) bemängelt, dass auf dem Walramplatz nur noch 47 Stellplätze übrig bleiben. „Da wird eine Chance vertan“, hätte Gruben sich die Möglichkeit gewünscht, dass Besucher vom Walramplatz aus die gesamte Innenstadt durchwandern können.

Auch für die Realisierung des Brainergy-Parks auf der Merscher Höhe müssen die planungsrechtlichen Voraussetzungen noch geschaffen werden. In einem ersten Schritt erfolgte das durch drei Änderungen des Flächennutzungsplanes, wobei Bauflächen im Norden und im Süden der Jülicher Kernstadt zugunsten des neuen Gewerbegebietes zurückgenommen werden. „Das ist eine Auflage der Bezirksregierung“, erläuterte Baudezernent Martin Schulz, die analog zu Bauflächen erfolgt, die in den Partnerkommunen Titz und Niederzier zurückgenommen worden sind. „Die Flächen werden wir uns aber zurückholen – wir sind schließlich im Strukturwandel“, kündigte Schulz im gleichen Atemzug an.

Exponierte Lage

Der Gastronomiebetrieb von Projektentwickler Max Lenzenhuber am Schwanenteich mag zwar für die Entwicklung der Herzogstadt von geringerem Gewicht sein, durch die exponierte Lage handelt es sich aber um ein Vorhaben, dessen Umsetzung mit großem Interesse verfolgt wird. Mitgebracht hatte Lenzenhuber Burkhard Strauch, Vorstand der Hambacher Pro Con AG, die in die Umsetzung des Projektes einsteigt und bereits in Gesprächen mit ausführenden Firmen steckt.

Projektentwickler Lenzenhuber verfügt zwar über einen genehmigten Bauantrag, doch sind im Zusammenspiel mit der Pro Con AG diverse Planänderungen vorgenommen worden, dessen aktuellen Stand das Duo dem Fachausschuss präsentierte. So wird die Technik, die bislang auf dem Dach thronte, unterhalb des Gebäudes „versteckt“, so dass der Dachbereich begrünt werden kann.

Die bisher vorgesehene Verlegung des Auslauf-Bauwerks des Schwanenteichs in eine unterirdische Verrohrung entfällt, denn die dazu notwendigen Erdarbeiten an der Bahnhofstraße würden das Jülicher Zentrum in ein Chaos stürzen. Stattdessen bleibt der Teich unberührt. Statt der zunächst geplanten Wasserbauarbeiten wird das Gebäude um 1,60 bis 1,80 Meter angehoben und steht als Tragwerk-Konstruktion am Hang. Dadurch ist es vom Bürgersteig aus barrierefrei zu erreichen, so dass die geplante Außentreppe entfallen kann.

Beim Blick vom Rathaus aus wirke es so, als schwebe das Gebäude über dem Wasser, versicherte Burkhard Strauch, der zum Bedauern mancher Ausschussmitglieder keine entsprechende Animation zeigte. Da es am Baukörper selber keine grundsätzliche Änderung gebe, sieht Baudezernent Schulz die anstehende Änderung der Genehmigung als unproblematisch an, zumal auch der Ausschuss einstimmig sein Wohlwollen dazu signalisierte.

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