Orkan „Sabine“ übernimmt beim Wintercup die Regie: Victoria-Vorstand rettet die Grillhütte

Orkan „Sabine“ übernimmt beim Wintercup die Regie : Victoria-Vorstand rettet die Grillhütte

Beim Wintercup der Fußballer von Victoria Pier-Schophoven im Rur-Aue-Stadion übernahm Orkantief „Sabine“ am Sonntag die Regie.

Während am Freitag das Altherren-Turnier noch bei gutem Wetter über den Kunstrasen ging, das Rot-Weiß Lamersdorf vor der gastgebenden Victoria gewann, folgten am Samstag weitere Gruppenspiele des Seniorenturniers, bei denen sich ebenfalls die Rot-Weißen als Gruppensieger fürs Finale qualifizierten.

Im Anschluss holte Merken in der anderen Gruppe den Sieg und qualifizierte sich ebenfalls für das Endspiel, das am Sonntag ausgetragen werden sollte. Im Spiel um Rang drei traf Gastgeber Pier-Schophoven auf den FC Inden/Altdorf. Beim Stand von 1:2 erlitt FC-Spieler Lukas Nelles bei einem Zweikampf eine derart schwere Schulterverletzung, dass Notarzt und Krankenwagen alarmiert wurden, die den Patienten versorgten und ins Krankenhaus brachten. Das Spiel wurde danach abgebrochen, zumal der vöige Wind immer stärker wurde. Weil sich bereits Äste und Teile der Bandenwerbung gelöst hatten, wurde das Endspiel gleich ganz abgesagt, da die Gesundheit der Spieler gefährdet war.

Der Vorstand der heimischen Victoria hatte abernoch ein weiteres Problem zu lösen, denn die erst kürzlich neu gestaltete Grillhütte in unmittelbarer Nachbarschaft zur Platzanlage drohte vom Sturm aus ihrer Verankerung gerissen zu werden, weil der Sturm immer stärker blies und auch noch heftiger Regen eingesetzt hatte. Ein Vorstandsmitglied besorgte umgehend Seile und Ketten, um die Hütte zu verzurren und so vor Beschädigungen zu bewahren. In der Zwischenzeit versuchten weitere Vorstandsmitglieder der Victoria, das Gebäude mit Muskelkraft an Ort und Stelle zu halten, was auch sehr mühsam gelang. Fast anderthalb Stunden dauerte es, bis die Helfer mittels Seilen und Ketten die Grillhütte sturmsicher befestigt hatten. Victoria-Vorsitzender Ludwig Schmitz dankte anschließend den „Rettern“ im benachbarten Sportheim bei einem Glas Rotwein. Sein Fazit: „Auch wenn wir untereinander manchmal konträr diskutieren, wenn’s drauf ankommt, halten wir alle zusammen.“.