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Vezirka und Cvetko Ivanovski feiern ihre Goldene Hochzeit

Goldene Hochzeit : Der Weg von Mazedonien nach Jülich

Es war ein langer, aber lohnenswerter Weg von Tetovo (Mazedonien) nach Jülich an der Rur für die Eheleute Vezirka und Cvetko Ivanovski, die am Mittwoch ihre Goldene Hochzeit feiern.

 „Wir hatten ein gutes Leben zusammen hier in Jülich“, blicken die beiden zufrieden auf ihr gemeinsames Leben zurück. „Es ist eine kleine Stadt, aber die beste Stadt“, lobt der Jubilar.

Cvetko Ivanovski wurde am 11. April 1943 in Tetovo geboren, seine Frau Vezirka am 20. August 1947 in der gleichen Stadt. Einige Jahre hat Cvetko Ivanovski in der Schmiede seines Vaters gearbeitet, war zwischendurch beim Militär und hat neun Jahre in Belgrad gelebt. Seine zukünftige Frau kannte er aus der Heimatstadt, nach zwei bis drei Jahren mit seltenen Treffen aufgrund der Entfernung, heirateten die beiden am 9. Januar 1969 im Standesamt in Tetovo.

Die Hochzeit war Voraussetzung dafür, dass Cvetko Ivanovski Vezirka nach Deutschland mitbringen durfte, wohin er mittlerweile ausgewandert war. Drei Monate verbrachte das Paar zunächst in Siegen, bevor sie nach Jülich zogen, wo bereits der ältere Bruder des Ehemannes ansässig war.

Cvetko Ivanovski arbeitete als Maschinenführer und Staplerfahrer zunächst bei Alpla, dann bei Mertens, bei Schleipen & Erkens und später bis zur Rente bei Europakarton. Vezirka Ivanovski arbeitete fünf Jahre als Schneiderin bei der Näherei Dahl am Bahnhof. Nach der Geburt von Sohn und Tochter blieb sie zu Hause und arbeitete danach 25 Jahre als Haushälterin.

Die Jubilarin näht, strickt und kocht gerne, ihr Mann beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Bastelarbeiten, Elektroreparaturen und Videoaufnahmen. Mittlerweile haben die Eheleute Ivanovski auch zwei Enkelkinder.

Der Kontakt zur Familie ist den beiden sehr wichtig. Fast jedes Jahr besuchten sie die Verwandten in Mazedonien. Die Gesundheit von Vezirka Ivanovski lässt das nun leider nicht mehr zu.

Schöne Erinnerungen

35 Jahre lang wohnten die Eheleute am Wallgraben in einer wunderbaren Nachbarschaft mit vielen Einwanderern aus Bosnien, Serbien und Mazedonien. „Da haben wir oft abends zusammen gesessen und im Sommer gegrillt“, schwelgt der Jubilar in schönen Erinnerungen. Vor 18 Jahren mussten die Jubilare umziehen, weil an Stelle ihrer alten Wohnung das jetzige Seniorenheim errichtet wurde. Zu vielen ehemaligen Nachbarn pflegen sie noch heute Kontakt.

Die Lokalredaktion gratuliert herzlich zum Ehejubiläum und wünscht den Eheleuten alles Gute auf dem weiteren Lebensweg.

(dol)