Versammlung der Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/Grünstraße

Viele Erfolge und Ideensuche : Versammlung der Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/Grünstraße

Die jährlich neu aufgelegte Sammeltasse der rührigen Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße/Grünstraße ist seit 2005 ein Renner, eine der letzten Motive verweilt gerade in Neuseeland.

Dementsprechend engagiert gestaltete sich dieser Tagesordnungspunkt auf der Jahreshauptversammlung der „Kümmerer“ im Haus Heitzer. „Es wird nicht einfach, weil wir schon so viele Motive hatten“, betonte der wiedergewählte Vorsitzende Ulrich Backhausen.

Soll nun das 20-jährige Jubiläum des Brückenkopfparks neben dem obligatorischen Hexenturmmotiv auf der Tasse verewigt werden, eine alte Dampflok oder der rote Schienenbetriebswagen in Anlehnung an „100 Jahre Eisenbahnanbindung in Jülich“? Soll die Tasse der ausgedienten Stadthalle, dem Schwanenteich mit der alten Trinkhalle oder der Buchhandlung Fischer gedenken?

Auf der Ideensuche wurden politische Themen gestreift, etwa das geplante Kundenzentrum der Stadtwerke auf dem Schlossplatz.

„Warum immer ein Jubiläum?“, meinte Dr. Peter Nieveler und schlug den Rurdamm und die Stimmung „Leben am Fluss“ vor. Bei den Wahlen wurde neben Backhausen der zurzeit schwer erkrankte Kassierer Josef Nobis bestätigt, der sein Amt nach Genesung wieder aufnehmen will. Zudem bestimmte die Versammlung Christian Halbeisen und Renate Brandt zu Beisitzern.

Lang war die Liste der Erfolge im Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden. Mit Stolz verkündete Backhausen etwa, dass die durch „Gartenbau Schmidt“ gepflegten, üppigen Pflanzbeete „bei Begehungen im Rahmen des Integrierten Handlungskonzept ins Auge fallen“, verbunden mit den regelmäßigen Reinigungsarbeiten im Areal der Kümmerer.

Immer wieder erfolgreich waren unter vielem anderen das Ostereiersuchspiel mit 120 Teilnehmern, die Maifeier am Maibaum, das Erntedankfest mit Reibekuchenstand und Sammeltassenverkauf – „Steckenpferd“ der Straßengemeinschaft unter den Stadtfesten der Werbegemeinschaft.

Gelungen war auch das „Museumsschaufenster“ in Zusammenarbeit mit dem Museum Zitadelle zu dessen Jubiläum. Ein großes Objektfoto pro Geschäft lenkte den Blick auf die Mitglieder der Gemeinschaft, erinnerte gleichzeitig an die Stadtgeschichte und bewarb das Jubiläum.

Hingucker waren erneut die eigene Weihnachtsbeleuchtung der Gemeinschaft und die Lebendkrippe am „Grünen Haus“ mit ihren vier Krippenbildern. Damit verbunden waren etwa eine Krippen-Markt-Szene und diverse vorweihnachtliche Aktionen. Unschöne Begleiterscheinungen durch Vandalismus waren allerdings der versuchte Einbruch in die Krippe und das Herunterreißen von Teilen der Weihnachtsbeleuchtung.

„Kein wirklicher Erfolg“ war bislang auch die von der Straßengemeinschaft beantragte Ausbesserung der Fassade in der Kleinen Rurstraße 17. „Wir bleiben aber am Ball“, versprach Backhausen.

Ein dickes Dankeschön an die fleißigen Mitarbeiter der Gemeinschaft durfte nicht fehlen. Sie engagieren sich zum Beispiel, wie Beisitzerin Petra Eschler, für die Aktualisierung der Homepage, oder mit vielen professionellen Fotobeiträgen wie Dieter Benner.

Wichtig ist dabei auch die Mitarbeit von Mitgliedern der Straßengemeinschaft und damit die Vertretung ihrer Interessen in diversen Ausschüssen und Arbeitskreisen. Dazu zählt die Mitarbeit Backhausens im Lenkungskreis in den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Stadtmarketing.

Die Gemeinschaft zählt 50 Mitglieder, dabei sorgten Ein- und Austritte für Bewegung. Dass der Begriff „Straßengemeinschaft“ wörtlich genommen wird, zeigt die Terminsuche für gemeinsame Ausflüge und Grillnachmittage.

(ptj)
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