Verleihung des Silbernen Verdienstkreuzes

Patronatsfest der Hubertusschützen Linnich : Johannes Corall erhält hohe Auszeichnung

Die St. Hubertus-Schützengesellschaft Linnich hat im Rurdorfer Schützenhaus ihr Patronatsfest gefeiert. Hierbei wurden auch die langjährige Mitgliedschaft und herausragendes Engagement einiger Mitglieder geehrt.

Nach dem Gedenken der Verstorbenen am Hubertuskreuz zwischen Linnich und Lindern und einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martinus in Linnich, war der erste geehrte des Abends Johannes Emunds. Durch Karl-Heinz Venrath, seines Zeichens der Vizepräsident der St. Hubertus-Schützengesellschaft, wurde ihm der Orden für 25 Jahre Mitgliedschaft überreicht, den Venrath vor den versammelten Schützen liebevoll mit „Hubertustreueorden“ betitelte.

Darüber lobte Venrath die Aktivitäten von Emunds. Neben seiner 25-jährigen Mitgliedschaft sei er „jahrlanger Füllhornträger“ und ein Schütze gewesen, „der bei den Veranstaltungen immer zugegen war“.

Auch Markus Zander wurde für seine 25-jährige Mitgliedschaft in der St. Hubertus-Schützengesellschaft geehrt. Venrath betonte auf der Bühne seine langjährige Tätigkeit als Fahnenoffizier und sein Amt als Adjutant, bei dem er 2015 zusammen mit Sascha Mockenhaupt dem Schützenkönig Sascha Wanders II. beistand.

Als „äußeres Zeichen der Dankbarkeit“ gilt auch Karl-Heinz Dohmen der Orden für 40 Jahre Mitgliedschaft. Der Schütze habe sich von 2003 und 2015 als Spargeldbote ausgezeichnet und habe bei der großen Parade gerne die Absperrungen übernommen, beleuchtete Venrath die tatkräftige Hilfe Dohmens auf der Bühne im Rurdorfer Schützenheim.

Ehrung und Orden galt auch Josef Mockenhaupt. Er blickt auf ganze 50 Jahre Mitgliedschaft im historischen Schützenbund zurück. Neben seiner fünfjährigen Mitgliedschaft bei den Hubertusschützen in Gevenich ist er ganze 45 Jahre Mitglied bei der St. Hubertus-Schützengesellschaft Linnich und übernahm gleich mehrere Jahre das Amt des Adjutanten.

Höhepunkt der Ehrungen war die Überreichung des silbernen Verdienstkreuzes des Historischen Schützenbundes. Bis zum Zeitpunkt der Verleihung wussten die anwesenden Schützen und Begleitungen noch nicht, welche Auszeichnung wem übergeben werden würde.

Der dafür extra angereiste Dekanats-Brudermeister Achim Karlowicz erhob feierlich die Stimme: „Eine besondere Ehrung für besondere Verdienste. Seit 1987 aktives Mitglied und seit 2001 Fahnenträger, hat er so gut wie keine Veranstaltung verpasst. Ein Vorbild für alle Schützen, überreiche ich das silberne Verdienstkreuz Johannes Corall.“ Unter lautem Applaus der St. Hubertus-Schützengesellschaft nahm Corall das Verdienstkreuz sowie die Urkunde entgegen.

Zur weiteren Unterhaltung gestaltete die Jungschützengruppe das folgende Programm. Die Anwesenden lachten herzlich auf, als Marcel und Tim Hommens, Jan Wienands, Fabian Zander, Tobias Moenikes und Joshua Steufmehl beispielsweise zu eingespielter Musik Ballett, Kong-Fu und, der Veranstaltung entsprechend, einen Marsch zeigten. Dies taten sie innerhalb eines Puppenspiels, bei dem sechs Personen hinter einer Stoffwand standen. Da drei Personen die Arme und die anderen drei Personen die Beine auf der Bühne darstellten, entstanden aus der Sicht der Zuschauer drei kleine Menschen, die auf der Bühne zur Musik unglaubliche Verrenkungen zeigen konnten. Auch die Schwerkraft galt nicht mehr, als eine Figur meditierend unter dem Lachen der Besucher abhob.

„Wir danken den Rurdorfer Schützen, dass wir hier heute die Veranstaltung abhalten dürfen“, sagte Moenikes, der Gruppenoffizier der Hubertus-Jungschützen. Die St. Hubertus-Schützengesellschaft musste nach Rurdorf ausweichen, da sich das neue Haus in Linnich momentan im Bau befindet.

Auch Ursula Müller und Sofie Löhr brachten die Schützengesellschaft zum Lachen. Der Auftritt der beiden als witzelnde Putzfrauen ist eine Tradition des Patronatsfestes. Mit Witzen wie „Wenn eine Tropfen Sprit nichts kostet, dann kannst du mir den Tank volltröpfeln“ oder „Wenn sich die Ärzte nicht entscheiden können, ob du mehr zu Fuß gehen sollst oder eine Kur machen sollst, gehst du am besten zu Fuß zu Kur“ rundeten die beiden Frauen das Fest ab.

(mio)
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