Verkehrswacht Jülich verabschiedet langjährige Mitarbeiter

Verein hat ein Nachwuchsproblem : Verkehrswacht Jülich verabschiedet langjährige Mitgestalter

Die Verkehrswacht Jülich hat zwei langjährige Mitgestalter ihres Vereins verabschiedet. Manfred Mertens blickt bei der Verkehrswacht Jülich auf 17 Jahre aktive Mitgliedschaft zurück.

„Er hat immer gute Vorschläge gemacht und immer gute Kompromisse gefunden“, sagte Hartmut Dreßen, der erste Vorsitzende, und dankte ihm vor allem für seinen weitreichendes Engagement bei diversen Aktionen der Verkehrswacht.

Darunter – um nur einige zu nennen – die Fahrradbörsen und -turniere, Seh- und Reaktionstests und besonders die Sensibilisierungsreihe „Kinder als Mitfahrer im Auto“, bei dem Mertens zusammen mit anderen Mitgliedern der Verkehrswacht über Jahre Eltern von kleinen Kindern beispielsweise auf die Anschnallpflicht aufmerksam machte. Dabei sprach er die Eltern gezielt beim Absetzen vor dem Kindergarten an und sei bald bei allen Kindergärten Jülichs und Umgebung ein bekanntes Gesicht gewesen, wie Dreßen mitteilte.

„Es hat mir all die Jahre Spaß gemacht und fast alle Eltern waren einsichtig“, sagte Mertens, dem die Verkehrssicherheit der jungen Mitfahrer besonders wichtig ist und weiter: „Bei der Aktion waren wir ganz nah an den Kindern. Das ist für die Wirksamkeit essenziell.“ Denn, so Dreßen: „Statistisch gesehen sind Verkehrsteilnehmer unter sechs Jahren, die in einem Auto mitfahren, die gefährdetsten Verkehrsteilnehmer.“

Bis März 2019 bleibt Mertens Beisitzer im Vorstand der Verkehrswacht. Nach den dort stattfindenden Neuwahlen will er auch von diesem Amt zurücktreten, um den Lebensabend zu genießen und um sich um die Familie zu kümmern. Eine weiterbestehende Mitgliedschaft als Inaktiver schließt er nicht aus.

Damit nicht genug beging Erika Schlarbaum am Dienstag ihren letzten Arbeitstag. 15 Jahre war sie als Bürokraft in der Geschäftsstellte tätig und dabei die rechte Hand des Geschäftsführers. Hier 13 Jahre zusammen mit Erich Freiburg, dem jetzigen Geschäftsführer der Verkehrswacht.

Darüber hinaus betreute sie den Übungspark. „15 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Sie war die Frau, die immer alles wusste und Probleme lösen konnte“, sagte Dreßen zu der Arbeit Erika Schlarbaums und übergab ihr einen Blumenstrauß zum Dank. Sie möchte sich anderen Prioritäten im Leben widmen. Nachfolgerin wird Heike Meurer-Künne, die für die Verkehrswacht bereits die Sicherheitstrainings verwaltet.

Hartmut Dreßen machte auf der Verabschiedung auf ein Problem des Vereins aufmerksam: „Viele Aktive wachsen nach oben raus. Viele Aktionen, die wir früher durchgeführt haben, können wir nicht mehr machen, da der Nachwuchs wegbleibt.“ Dies betreffe beispielsweise auch „Kinder als Mitfahrer im Auto“.

(mio)
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