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Verein "Menschsein": Trio "Petra" tritt im KuBa und "Bei Hämmer" auf

Konzert des Vereins „Menschsein“ : Musikalisch von Emotionen und Tiefgründigkeit geprägt

Der gemeinnützige Verein „Menschsein“ finanziert mit Konzerten Freizeitangebote für Senioren. Jetzt ist er musikalisch in das neue Jahr gestartet.

Die Musiker waren diesmal Max von Wegen (Gesang und Gitarre), Martin Salzmann (Schlagzeug und Hintergrundgesang) und Tim Gressler (Bass), die sich selbst in die Musikrichtungen Pop und Rock einordnen.

Von Wegen spielte jetzt im Kulturbahnhof und „Bei Hämmer“, beide Male gebucht von „Menschsein“, und damit auch ein letztes Mal als Max von Wegen. Da er dieses Projekt allein startete und mit Salzmann und Gressler immer mehr zur Band wurde, möchten die drei nun zusammen ein neues Projekt unter neuem Namen starten. Die Band befindet sich also im Moment im Umbruch.

Nichtsdestotrotz brachten alle drei Tonkünstler beim Konzert auch die Titel von Max von Wegen zu Gehör. Vom Album „Kebra“ wurde so auch „First Time“ gespielt. Hier sang Von Wegen zusammen mit dem Publikum lauthals die Liedzeile „I felt, you felt, and we feel“. „Das war großartig. Vielen Dank“, sagte der Sänger. Die Zuschauer, die sich eingefunden hatten, antworteten mit lautem Applaus.

Das Konzert war geprägt von emotionalen, tiefgründigen Texten, die gerne mal etwas leiser und langsamer anfingen, und dann mit Gitarrenriffs und durch das Schlagzeug an Kraft gewannen. Auch „Believe a Dance“ von Max Wegen wurde gespielt.

Zur Halbzeit des Konzerts sagte Besucherin Kirstin Jungen: „Es gefällt mir sehr gut.“ Sie hörte die Musiker zum ersten Mal. „Die Gruppe wechselt häufig von gefühlvoll zu rockig und groovt. Mir macht diese Musik gute Laune. Es ist nicht so depressiv wie viele andere Sachen“, pflichtete Besucher Thorsten Küppers ihr bei.

Das neue Musikprojekt, an dem Gressler, Salzmann und Von Wegen momentan arbeiten, heißt „Petra“. Dieser Bandname leitet sich von dem Vornamen von Von Wegens Mutter ab. „Petra war ein sehr starker Mensch und die Band ist es auch“, sagte er nach einiger Überlegung. Allerdings stecke in dem Namen viel mehr, was man nicht so einfach greifen könne. „Bei der neuen Band singen wir hauptsächlich auf Deutsch und alles ist etwas direkter“, erläuterte Gressler zu „Petra“. Von Wegen weiter: „Wir sind nun vom ‚Ich‘ zum ‚Wir‘ gewechselt.“

Dabei packt das neue, noch unveröffentlichte Album „Ich bin unter Euch“ ein besonderes Thema an: den Tod. „Eigentlich umfasst das Album die ganze Lebensspanne“, sagte Gressler. Von Wegen ergänzte: „Nur steht der Tod bei uns nicht am Ende, sondern eher in der Mitte, da dieser für Bekannte auch in der Lebensmitte stattfindet und vielleicht für sie vielbedeutender ist, als der eigene Tod.“

„Petra“ spielte auch den gleichnamigen Titel des Albums. „In dem Song singt der Tod selbst“, sagte Von Wegen hierzu. Eine Zeile des Liedes lautete „Atmen ist Risiko“.

Die nächste Veranstaltung des Vereins „Menschsein“ findet am Mittwoch, 30. Januar, im Kulturbahnhof statt. Das Event richtet sich an Senioren und beginnt und 14.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen. Eine Stunde später liest Horst Naumann „Wo kommen die Löcher im Käse her?“. Es wird um eine Anmeldung unter 02461/9396482 oder per E-Mail an info@menschseinev.de gebeten.