Jülich/Düren: Typisierungsaktion der Zahnarzthelferinnen in Jülich

Jülich/Düren: Typisierungsaktion der Zahnarzthelferinnen in Jülich

„Mund auf gegen Blutkrebs“ — diese Plakate der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) sieht man derzeit überall. Eine ähnliche „Ansprache“ hat im letzten Jahr auch den Jülicher Zahnarzt Dr. Thomas Heil erreicht. Der Dentist blieb davon nicht unbeeindruckt und hat mit Kollegen und jungen Menschen eine gemeinsame Aktion auf den Weg gebracht.

Heil ist nämlich seit einem guten halben Jahr Referent des Vorstandes der Zahnärztekammer Nordhrein für die Ausbildung. Und ausgebildet wird im großen Stil: „5000 Auszubildende zu zahnmedizinischen Fachangestellten gibt es allein in unserem Bereich, das ist etwa halb Nordrhein-Westfalen.“ So startet am Mittwoch, 5. Februar, am Berufskolleg Jülich eine ganz besondere Typisierungsaktion.

An diesem Vormittag werden die über 70 Auszubildenden aus den Zahnarztpraxen im Kreis Düren nicht nur sich selbst, sondern auch Auszubildenden aus anderen Berufen eine Speichelprobe entnehmen. „Sie bekommen Kittel und T-Shirts von der DKMS“, berichtet Thomas Heil schmunzelnd und freut sich über das Engagement der vornehmlich jungen Damen. Diesmal wird garantiert überhaupt nicht gebohrt, der Abstrich mit einem Wattestäbchen reicht.

Die Typisierung und Registrierung in der Datenbank hilft sehr effizient, Leben zu retten. Viele Patienten mit Blutkrebs können nur überleben, wenn sich irgendwo auf der Welt ein Mensch mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen findet, der zur Stammzellenspende bereit ist. Im besten Fall liegt laut DKMS die Wahrscheinlichkeit, einen solchen genetischen Zwilling“ zu finden, bei 1:20.000. Sind viele Daten hinterlegt, lässt sich effektiv suchen.

Das kostet Geld. Die Regionalinitiative Dürener Zahnärzte und der Jülicher Zahnärzteverein haben 5000 Euro gespendet. Heil: „Wir haben also das Geld für etwa 100 Typisierungen zusammen.“ Weitere Spenden auf das DKMS-Spendenkonto 1689396 (Kreissparkasse Tübungen/BLZ 64150020) sind erwünscht.

(-vpu-)