Fußballkreis Düren: TuS Schmidt hat sich Qualität für die Rückrunde gesichert

Fußballkreis Düren : TuS Schmidt hat sich Qualität für die Rückrunde gesichert

Auch wenn die Rückrunde in der laufenden Saison erst am 25. Februar beginnt, die Fußballamateure sind jetzt in die Vorbereitung gestartet. Welcher Spieler hat den Verein verlassen beziehungsweise ist gekommen? Sind Trainer oder Vereinsoffizielle optimistisch, was die anfangs geäußerten Wünsche oder Vorstellungen in der Saison anbelangt?

Oder kurz gesagt: Was gibt es Neues bei den hiesigen 18 A-Ligisten? Wir haben uns auf „Spurensuche“ begeben.

Tatsache ist, dass Michael Hermanns mit seiner Mannschaft vom SC Jülich 1910/97 nach einer sehr guten Vorbereitung von allen seinen Kollegen in der Kreisliga A als Mitfavorit auf die Meisterschaft gehandelt wurde. Doch der wiegelte ab. „Die Mannschaft ist dafür noch nicht reif genug“, sagte er damals. Und sieht sich nun bestätigt. Auf Platz 8 stehend, zehn Punkte von Spitzenreiter Hambacher SV getrennt, verlief die Hinrunde für ihn ziemlich enttäuschend. „Ich hatte andere Ziele, wir konnten nie die Erwartungen erfüllen, stehen völlig zu Recht im Mittelfeld“, sagt Hermanns klipp und klar.

So macht er sich denn auch keine Gedanken mehr, was das Erreichen der Spitzengruppe anbelangt. „Der Zug ist abgefahren. Wir wollten in der nächsten Saison den Umbruch herbeiführen, jetzt steht der schon für die Rückrunde an“, sagt der SCJ-Coach. Soll heißen: „In der Hinrunde sind viele junge Spieler nicht oft zum Einsatz gekommen, dies wird sich nun ändern, wir werden uns um die Altgedienten wie Alfred Gase oder zum Beispiel Giovanni Ascione neu orientieren.“ Dass die Mannschaft weiterhin Qualität hat, davon ist Hermanns überzeugt. „Über unsere Kameradschaft und unser Motto, dass wir gerne „Zehner“ sind, wollen wir uns neu finden.“

Diesen Findungsprozess werden Liridon Duraku, Besim Hoti und Tulga Gülyaz nicht mehr mitmachen. Sie haben die „Zehner“ verlassen. Neben einigen Testspielen werden die Jülicher beim Wintercup in Brachelen aktiv, wo sie auf den Bezirksligisten Würm/Lindern und den Landesligisten Germania Teveren treffen. Zum Auftakt der Rückrunde geht es zum Derby nach Rurdorf. Neuzugänge gibt es im Karl-Knipprath-Stadion nicht.

Der „kleine HSV“ grüßt als Primus

Überraschend holte der kleine HSV — auch für Trainer Dirk Lehmann — den Herbstmeistertitel. „Wir haben zwar den besten Kader der Liga, aber nicht die beste Mannschaft.“ Was er auf die Qualität von Einzelspielern bezogen sieht. Dass sein Team mit dem Gewinn der Herbstmeisterschaft die Hinrunde abgeschlossen hat, bewertet Lehmann deshalb als sensationell. Führt dies aber auch darauf zurück, dass der HSV mehr Heim- als Auswärtsspiele bestritten hat. „Zu Hause haben wir von acht Spielen nur einmal Unentschieden gespielt, alle anderen gewonnen.“

Auswärts sieht die HSV-Bilanz anders aus. In fünf Spielen wurden drei Siege und ein Remis geholt. Für Lehmann zu wenig. „Unsere Auswärtsbilanz muss sich in der Rückrunde einfach verbessern“, schlussfolgert er, wird deshalb seinen Fokus in der Vorbereitung auch darauf ausrichten. Dass er bisher kein einziges Mal mit derselben Mannschaft auflaufen konnte, viele Verletzte zu beklagen waren, machte die Spiel in der Hinrunde nicht einfach. „Aber das Resultat zeigt, dass wir eine super Truppe haben.“ Zum Auftakt im Heimspiel gegen Titz sollten alle 20 Akteure wieder zur Verfügung stehen.

Hinsichtlich der Zielsetzung hat sich nach Lehmanns Worten nichts geändert. „Wir sind trotz Tabellenplatz eins nicht so wahnsinnig, vom Aufstieg zu sprechen. Es bleibt dabe: Wenn wir unter die ersten fünf Teams kommen, sind wir alle zufrieden.“ Dass er gerne beim HSV arbeitet, ihm es riesig Spaß macht, dies bekennt Lehmannebenso. So dürfte es dann auch an einer weiteren Zusammenarbeit über die laufende Saison hinaus keinen Zweifel geben. Aber entsprechende Gespräche sind, so sagt der Ex-Fußballprofi, noch nicht geführt worden.

„Ich muss den Bruder Leichtfuß aus meiner Defensive kriegen“, nennt der Schmidter Trainer Georg Bauer seine Zielsetzung für die Rückrunde. Denn nach seiner Auffassung waren es gerade die individuellen Fehler und Eigentore, die so manchen Punkt verhindert hätten. Mit 13 Zähler bei noch drei ausstehenden Nachholspielen sprang somit nur Rang zwölf heraus. „Nach dem Leistungsniveau meiner Spieler zu urteilen, müssten wir deutlich besser abgeschnitten haben.“ So ist Bauer von der spielerischen Entwicklung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Nicht aber mit den erreichten Punkten. Dass die Elf diesbezüglich in der Rückrunde besser abschneiden wird, davon ist der TuS-Coach allerdings auch überzeugt.

Mit Björn Salger vom GFC Düren 99 hat der TuS einen erstklassigen Stürmer bekommen. „Dessen Qualität wird vorne für mehr Effektivität sorgen“, schätzt Bauer. Vom SV Nierfeld wechselte zur Winterpause auch Armin Ramovic ins Stadion an der Eichheckstraße. Da auch er in der Landesliga aktiv war, dürfte sich der TuS qualitativ verstärkt haben. Zum Auftakt steht das Derby bei Vossenack/Hürtgen an. Ein Spiel, dessen Ausgang, so sagt es Bauer deutlich, „keine Aussage über den weiteren Verlauf der Rückrunde haben wird.“

(hfs.)
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