Juelich: TTC-Präsident Küven: „Das brauche ich nicht noch mal“

Juelich: TTC-Präsident Küven: „Das brauche ich nicht noch mal“

Er hat gelitten, denn er musste zuschauen und konnte nichts selbst beeinflussen. Beim 6:3-Sieg seiner Tischtennis-Profis durchlebte Mike Küven, der Präsident des TTC Indeland Jülich, ein Wechselbad der Gefühle. Von der größten Anspannung bis zur totalen Erleichterung war alles dabei. Am Ende hält Jülich nach einer höchst schwierigen Saison nicht nur die Klasse in Liga zwei.

Weil viele Teams verzichten, kann der TTC sogar in Liga Eins zurückkehren.

„Schon als die Gäste zum Einspielen in die Halle kamen, hatte ich ein ungutes Gefühl“, gestand Küven. Denn die Spieler vom TTC Frickenhausen reisten mit einem 6:2-Sieg aus Saarbrücken nach Jülich. Der Vorsitzende hatte vor der Begegnung mit den Profis gesprochen und ihnen die Wichtigkeit und Bedeutung des Spiels für den Tischtennis-Sport in Jülich verdeutlicht. „Die Befürchtung, dass sie innerlich die Saison bereits abgehakt hatten, bestätigte sich überhaupt nicht.“

„Die Spieler haben alles gegeben und sich voll eingesetzt.“ Selbst die Niederlagen in den ersten Einzeln waren für den Vorsitzenden nachvollziehbar. „Ich hatte ständig den Blick auf dem Ticker, mindestens zu 70 Prozent.“ Denn die Partie in Mainz beeinflusste sehr stark das Schicksal der Jülicher.

Als das untere Paarkreuz nach der Pause siegte, keimte Hoffnung für Küven auf. Als Allegro sein zweites Einzel gewann, wich die Anspannung beim Vorsitzenden einer großen Erleichterung. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte Mainz bereits verloren, den Jülichern reichte schon ein Unentschieden. Und das rückte immer mehr in Reichweite. „Es war eine Bombenstimmung in der Halle.“ Für den TTC-Chef positiv, dass die Zuschauer lautstark dazu beitrugen, dass die Spieler über sich hinaus wuchsen. Negativ vermerkte er, dass 120 Besucher sicher nicht die maximal mögliche Anzahl war.

„Sowas wie dieses Finale und diese Saison — das brauche ich nicht noch mal“, stöhnte der erste TTCler mit Blick auf die vielen nervenraubenden Momente. „Jetzt bin ich froh, dass wir es geschafft haben und in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen können. Es war eine schwierige Saison.“

(Mauer)