Jülich: TTC ist in Herne kein Favorit

Jülich: TTC ist in Herne kein Favorit

Reißt die Serie des Tischtennis-Zweitligisten TTC Indeland Jülich von acht Siegen hintereinander am Sonntag ab 15 Uhr beim TTC Ruhrstadt Herne? „Wir sind diesmal nicht in der Favoritenrolle“, gibt Trainer Johannes Dimmig diesen Part „großzügig“ an die Gastgeber weiter, die schon beim Hinspiel in der Herzogstadt mit 6:2 klar dominierten.

Seinerzeit fehlte den Herzogstädtern Spitzenbrett Hunor Szöcs und auch diesmal müssen die Indeländer einen Ausfall verkraften, denn der Japaner Yoshihiro Ozawa kämpft in seiner japanischen Heimat um die Meisterschaft. Man habe bei den anderen Zweitligisten sehen können, dass die Leistung nachgelassen habe, wenn ein Team nicht komplett antreten konnte, stapelt Trainer Dimmig bewusst tief, was die Siegchancen seines Teams betrifft.

Für die neue Nr. 3 im Team springt Youngster Marc Preuss ein, der im Doppel an der Seite von Hermann Mühlbach und im Einzel an Nr. 4 zum Einsatz kommt. Dass der Nachwuchsmann nicht ganz chancenlos ist, hat er in der Hinrunde bewiesen, als ihm im Einzel ein Punkt gelang.

An die Nr. 3 rückt Dmytro Pysar auf, in der vergangenen Saison der Shootingstar der Jülicher und derzeit das Sorgenkind im TTC-Team. „Er hat leichte Kopfprobleme“, umschreibt Coach Dimmig die psychichen Unzulänglichkeiten des Ukrainers, der im heimischen Nationalteam inzwischen Fuß gefasst hat und bei den Indeländern um einen neuen Vertrag kämpft. Vielleicht ist das auch der Grund für seinen momentanes Nervenflattern. Egal, ob es für den jungen Mann in Jülich weitergeht, möchte er nach Worten Dimmigs unbedingt weiter in Deutschland Tischtennis spielen. Der Übungsleiter schätzt, dass Pysar die Rückstufung ins untere Paarkreuz gut tut und er in der Rückrunde sportlich erfolgreicher agiert — sofern er das „Kopfproblem“ in den Griff bekommt.

Treff mit ehemaligem Indeländer

In Herne treffen die Herzogstädter auch auf einen alten Bekasnnten, denn in den Reihen der Ruhrstadt steht mit Lauric Jean ein ehemaliger Indeländer an der Nr. 1. Das Jülicher Spitzenbrett Hunor Szöcs ist gewarnt, denn unlängst hat er bei einem internationalen Turnier gegen Jean verloren.

Bundesliga-Absteiger Herne hat nach Ansicht des TTC-Trainers eine gute Hinrunde gespielt und rangiert mit 11:7-Punkten auf Rang vier. Gelingt am Sonntag ein Sieg in der Ruhrstadtarena, ist sogar der Sprung auf Tabellenplatz drei möglich, denn Borussia Dortmund hat bereits acht Minuspunkte auf dem Konto.

Für Jülich folgt am darauffolgenden Wochenende ein Doppelspieltag: Das Heimspiel gegen Brackwede wurde vom 9. März auf Samstag, 18. Januar, vorverlegt. Einen Tag später geht‘s zum Primus.

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