Jülich: TTC Indeland: Nervenstarker Auftritt der jungen Jülicher

Jülich : TTC Indeland: Nervenstarker Auftritt der jungen Jülicher

Es fehlte wohl ein wenig an Professionalität, sonst hätte der TTC Indeland eine deftige 0:6-Hinspielschlappe ganz vergessen lassen. So reichte es beim Heimspiel in der 2. Tischtennis-Bundesliga gegen den TTC GW Bad Hamm aber zu einem respektablen 5:5.

Ein wenig mit dazu bei trugen diesmal die Schiedsrichter. „Die Schiedsrichter haben diesmal dafür gesorgt, dass wir nur einen Punkt gewonnen haben und dass es am Ende sehr sehr knapp für uns war“, ärgerte sich „Ersatzcoach“ Dragos Olteanu hinterher, der Miro Broda vertrat. Insgesamt war Olteanu jedoch mit dem Auftritt seiner Spieler zufrieden. Denn die hatten in eigener Halle gezeigt, dass sie sehr wohl das Potential für diese Liga besitzen. Das hatte auch das Publikum honoriert und immer wieder stürmisch applaudiert.

Bereits die Doppel bewiesen eindrucksstark, dass sich die Form der Indeländer seit Saisonbeginn deutlich verbessert hat. Martin Allegro und Tobias Rasmussen ließen ihren Gegnern Damien Eloi und Yukiya Uda, die in den Ranglisten deutlich vor den Jülichern rangieren, nicht den Hauch einer Chance. Und auch das zweite Doppel Brian Afanador/Aliaksandr Khanin bewies gegen Gerrit Engemann/Henning Zeptner, dass es sich behaupten kann.

Wesentlich waren dann jedoch die beiden Einzelsiege von Allegro und Afanador, die dem TTC eine 3:1-Pausenführung sicherten. Eine Überraschung lag in der Luft. Als dann auch noch Rasmussen sein erstes Einzel gegen Zeptner in drei Sätzen gewann, verstärkte sich die Euphorie in der Halle zusehends. Aber nicht bei den Spielern, denn anschließend gingen die folgenden vier Einzel allesamt an die Gäste. Genau in dieser Phase wurden den Jülicher Profis diverse Aufschläge als regelwidrig aberkannt, was zu deutlichen Verunsicherung beitrug. Die Schiedsrichter hatten zu Beginn auch den Gästen aus Bad Hamm wenige Aufschläge aberkannt, die hatten sich jedoch auf die sehr peniblen Unparteiischen eingestellt. Und so geriet der mögliche Sieg urplötzlich in den Hintergrund, weil eine Niederlage drohte.

Denn der stark spielende Rasmussen behielt die Nerven nicht und verlor gegen Engemann in vier Sätzen. Die Entscheidung über Niederlage oder Unentschieden verlagerte damit auf das letzte Einzel zwischen Khanin und Zeptner. Den ersten Satz konnte der Weißrusse für sich entscheiden, Zeptner holte allerdings die beiden nächsten. Bemerkenswert die Nervenstärke des Jülichers, der dann den vierten Satz glatt gewann und im letzten ein 11:9 erkämpfte. In der Tabelle belegt Jülich weiter den vorletzten Platz (7:17 Punkte) und liegt zwei Zähler vor dem 1. FC Köln. Der drittletzte Rang ist zwei Plus- und sechs Minus-Punkte entfernt, weil Jülich neben Hamm schon zwölf Partien bestritten hat, die Konkurrenz zum Teil noch zwei Spiele nachholen muss.

Mehr von Aachener Nachrichten