Jülich: TTC Indeland Jülich verliert gegen Mainz in eigener Halle

Jülich : TTC Indeland Jülich verliert gegen Mainz in eigener Halle

Auch wenn der TTC Indeland Jülich es gegen den Tabellennachbarn FSV Mainz beim 4:6 nicht schaffte, Boden gutzumachen im Kampf gegen den Abstieg, so lieferte die Niederlage dennoch einige positive Erkenntnisse, die zumindest hoffen lassen für die kommenden Begegnungen.

Dass Aliaksandr Khanin nicht würde spielen können, war vorab klar. Der Weißrusse fällt noch eine Weile aus, sein Coach hofft auf die Rückkehr im neuen Jahr. Dass jedoch auch Brian Afanador nicht spielen konnte, war eine erneute Überraschung, die kurzfristig zu Umbesetzungen zwang.

Für Khanin sprang Dragos Olteanu ein, für Afanador musst Marc Preuss an die Platte, der sonst in der zweite Mannschaft bei den Amateuren spielt. „Marc hat für seine Verhältnisse sehr gut gespielt“, lobte Miroslav Broda anschließend. Denn der Ersatzspieler hatte im Doppel einen Satz gewonnen, und konnte auch in den Einzeln zwei Sätze für sich verbuchen, eine respektable Leistung gegen die Profis.

Und auch Olteanu bewies Stärke, denn er gewann beide Einzel. Nicht gegen die standardmäßige Nummer 4 von Mainz, sondern auch gegen deren Ersatz. Und auch im Doppel spielte Dragos in einer Art, dass der Coach über die zukünftige Besetzung mit ihm und Afanador nachdenkt.

Rasmussen siegt

Positiv war ebenfalls, dass Tobias Rasmussen endlich wieder ein Spiel gewann und damit Anstalten macht, seine Nervenkrise zu überwinden. Im Doppel mit Martin Allegro zeigte der Däne, dass man auch beim Stand von 10:10 einen Satz noch gewinnen kann, in seinem Einzel gegen Anders Lind wiederholte er diese Stärke im dritten Satz.

Eine Erkenntnis von unterschiedlichem Wert waren sicher die Niederlagen von Allegro in beiden Einzeln. Den Mainzer Irvin Bertrand bezeichnete Broda als einen der besten in der zweiten Tischtennis-Bundesliga; für ihn blieb rätselhaft, warum sein Schützling im fünften Satz bei einer 9:6-Führung dennoch verlor. Aber auch einem verlässlichen Punktelieferanten sollte eine Auszeit zugestanden werden, meinte Broda.

Für den Jülicher Coach bleibt nach wie vor das zweite Doppel die Achillesferse der Mannschaft. „Wenn du mit 0:2 aus den Doppeln in die Einzel gehst und dann noch ein Spiel verlierst, ist ein Sieg in der Begegnung kaum noch möglich.“