Jülich: TTC Indeland Jülich reist zum Kellerduell nach Köln

Jülich : TTC Indeland Jülich reist zum Kellerduell nach Köln

Die Tischtennis-Profis des TTC Indeland Jülich fahren am Sonntag zum Kellerduell der 2. Tischtennis-Bundesliga beim 1. FC Köln. Der Vorletzte besucht das Schlusslicht, Abstiegskampf pur erwartet die Zuschauer ab 14 Uhr. Es geht immerhin um den Nachweis der Ligatauglichkeit bei beiden Teams.

Das Hinspiel hatten die Jülicher gewonnen, es war der einzige Sieg in der Hinrunde. Nach der Umbesetzung an den Platten zur Winterpause verlief die Saison besser, allerdings immer wieder auch mit „bösen“ Überraschungen. Die jüngste passierte im letzten Spiel gegen Hilpoltstein. Da reiste eine Mannschaft mit einem Ersatzspieler an, der als Amateur in der Oberliga spielt. Im Hinspiel hatte der TTC ein Unentschieden geschafft. Die Vorzeichen für das Rückspiel konnten nicht günstiger sein.

Und dann patzten beide Profis im oberen Paarkreuz vollständig. Sowohl Martin Allegro als auch Brian Afanador verloren ihre beiden Einzel, zumeist auch noch deutlich. Hätten nicht Tobias Rasmussen und Aliaksandr Khanin ihre Matches gewonnen, der TTC wäre ohne Punkt aus der Halle gegangen. Eine sehr gute Gelegenheit zum Punktesammeln gegen den Abstieg wurde leichtfertig vertan. Da war von „Arbeitsverweigerung“ in der Halle zu hören.

Inzwischen haben die Verhandlungen mit den Spielern über die kommende Saison längst begonnen. Auch in Jülich machen sich die Verantwortlichen Gedanken über ein Team, das nach der Sommerpause für den TTC antreten wird. Und manch einen aus dem Kader zieht es zu anderen Clubs, zumal der Verein ja Ambitionen hat, in die 1. Liga zurückzukehren, was aber nur möglich ist, wenn das Team sportlich die Klasse hält. Diese Unwägbarkeiten sollten auf die Leistungsbereitschaft bei Profis keine Auswirkungen haben. „Sollte ich in Köln merken, dass ein Spieler lustlos auftritt, werde ich sofort handeln“, kündigte Trainer Miroslav Broda an.

Selbst wenn die Indeländer in Köln erfolgreich sein sollten, gerettet wären sie damit noch nicht. Der TTC hat es nicht mehr selbst in der Hand, die weiteren Ergebnisse zum Beispiel von Mainz werden mit über das Schicksal von Jülich entscheiden. Um alle Chancen zu wahren, muss aber ein Sieg gegen Köln her. Der FC hat in Alberto Mino und dem Ex-Jülicher Gianluca Walther seine stärksten Akteure.

(tm)