Jülich: TTC Indeland Jülich: Doppelpack in Pokal und Liga

Jülich : TTC Indeland Jülich: Doppelpack in Pokal und Liga

„Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen“, sagt TTC-Präsident Mike Küven schmunzelnd. Und meint das Achtelfinale am Freitagabend im Deutschen Tischtennis-Pokal, in dem der TTC Indeland Jülich um 19.30 Uhr den Bundesligisten Post SV Mühlhausen in der Nordhalle an der Berliner Straße empfängt.

Der heimische Zweitligist ist krasser Außenseiter gegen die schier übermächtigen Gäste aus Thüringen, die im Tischtennis-Oberhaus auf Platz drei rangieren.

Im Pokal wird bekanntlich mit Dreier-Mannschaften gespielt. Der TTC bietet für die Partie Martin Allegro, Tobias Rasmussen und Brian Afanador auf, da Aliaksandr Khanin aus Weißrussland erst für das Zweitligaspiel am Sonntag anreist.

Ausgetragen wird das Pokal-Achtelfinale übrigens an nur einer Platte, so dass heute in der Halle eigens ein Center Court aufgebaut wird, auf dem die Ballwechsel zu beobachten sind. „Wir hoffen auf viele Zuschauer“, sagt Präsident Küven, der auf spezielle Regeln hinweist: So wird eine Timeout-Uhr aufgestellt und das neue Aufschlag-System der Tischtennis-Bundesliga praktiziert: Das bedeutet, dass die Spieler in der Regel den Ball vom Schiedsrichter für den nächsten Aufschlag erhalten, denn nach jedem Punkt bleiben nur zehn Sekunden bis zum nächsten Service.

So verfügt der Schiedsrichter über einen Eimer mit 40 geprüften Bällen, mit denen er die Spiele beschleunigt. So schwärmen in Satzpausen und während Timeout-Perioden — auch das ist neu — zwei Balljungen aus, um mit Fischernetzen die verstreuten Spielbälle wieder einzusammeln. Zudem weist Mike Küven treue TTC-Mitglieder, die sonst freien Eintritt genießen, darauf hin, dass bei Erwachsenen fünf (Mitglieder) bzw. sieben Euro (Nichtmitglieder) fällig werden. Kinder und Jugendliche müssen zwei Euro Eintritt zahlen, da im Pokal die Eintrittsgelder zwischen beiden Vereinen geteilt werden.

Die Indeländer hatten in der Pokal-Vorrunde den Ligarivalen Borussia Dortmund nach 0:2- Rückstand noch aus dem Feld geschlagen, so dass die Westfalen am Sonntag um 14 Uhr auf Revanche aus sein werden. Der BVB hatte zum Saisonauftakt eine herbe 1:6-Niederlage in Saarbrücken kassiert, zeigte sich aber am Wochenende bei Aufsteiger Bad Hamm erholt, wo ein 2:4-Rückstand noch zu einem 6:4-Erfolg gedreht wurde.

Trainer Miro Broda wird die Gelegenheit wahrnehmen, um am Samstag eine Übungseinheit mit seiner Truppe einzuschieben. Insbesondere die Besetzung der beiden Doppel mit jeweils einem Rechts- und einem Linkshänder dürfte dann auf dem Trainingsplan stehen.

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