Jülich: TTC Indeland hätte 5:1-Führung fast noch verspielt

Jülich : TTC Indeland hätte 5:1-Führung fast noch verspielt

Gewonnen, aber noch längst nicht gerettet. Bei „Schlusslicht“ Köln schaffte der TTC Indeland einen 6:4-Sieg. Dennoch befinden sich der Tischtennis-Zweitligist weiterhin auf Rang neun und muss die Relegation fürchten.

Vor 250 Zuschauern mussten Martin Allegro & Co. zunächst die eigenen Nerven in den Griff bekommen. Für beide Teams ging es um viel, die Stimmung war aufgeheizt. Umso wichtiger waren zu Beginn die Siege der beiden Doppel. Martin Allegro und Tobias Rasmussen hatten gegen Lennart Wehking/Gianluca Walther deutlich weniger Probleme als Brian Afanador und Aliaksandr Khanin gegen Alberto Mino/Robin Malessa.

Ein wenig symptomatisch für die Begegnung war der Verlauf des vierten Satzes. Bei einem 1:2-Rückstand mussten Afanador/Khanin zwingend gewinnen. Und trotzdem lagen die beiden zurück, kämpften sich jedoch zum 10:10 heran und behielten die Nerven. Am Ende verbuchten die Jülicher ein 17:15. Entnervt gaben die Gastgeber den fünften Satz auch ab.

Im Gegensatz zur Begegnung gegen Hilpoltstein erlebten die Zuschauer ein engagiertes TTC-Quartett. „Wir haben gut gekämpft“, zollte Trainer Miroslav Broda Anerkennung. Denn ein 3:1 zur Pause und ein zwischenzeitliches 5:1 gerieten noch in Gefahr. Erneut patzte Allegro in seinem zweiten Einzel, und auch Afanador verlor gegen Wehking. „Sein Aufschlag-spiel war zu ideenlos“, analysierte Broda, der sich wunderte, dass sein Schützling keinen Ratschlag umsetzte.

Als auch noch Rasmussen gegen Walther verlor, war der sichere Vorsprung zusammengeschmolzen. Dass die Partie in starkem Maß durch die Schiersrichter beeinflusst wurde, die dem Dänen einige Aufschlagfehler ankreideten, löste Unverständnis auch bei den Gastgebern aus. Mit solchen Entscheidungen wurde Rasmussen so verunsichert, dass sein Rhythmus verloren ging.

Umso mehr freuten sich die Jülicher über die Leistung von Alex Khanin, der mit seinem Sieg dem TTC nicht nur zwei Punkte sicherte, sondern womöglich darüber hinaus auch den Abstieg verhinderte. „Aliaksandr ist derzeit vor allem mental sehr ausgeglichen“, zollte Broda Respekt.

(tm)
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