Jülich: TTC Indeland: Begegnung mit einigen Überraschungen

Jülich : TTC Indeland: Begegnung mit einigen Überraschungen

Nach Monaten hat der TTC Indeland Jülich vorerst die Abstiegsränge verlassen. Ein verdienter, aber durchaus überraschender 6:4-Sieg gegen den bis dahin auf Tabellenplatz zwei rangierenden TTC OE Bad Homburg beförderte die Indeländer mit elf Punkten aufgrund dr besseren Satzbilanz gegenüber Mainz auf Platz acht in der 2. Tischtennis-Bundesliga.

Mindestens ein Unentschieden hatte Trainer Miroslav Broda vor der Partie gefordert. Angesichts der Tabellensituation blieb ihm auch nichts anderes übrig. Einen Sieg hatte Broda nicht grundsätzlich ausgeschlossen, wohl aber von einigen günstigen Umständen abhängig gemacht. Diese Umstände kamen zusammen, wenn auch nicht so wie geplant.

Der vorgesehene Doppelpartner von Brian Afanador war verhindert, so musste Alex Khanin erneut beweisen, dass er erfolgreich Doppel spielen kann. Bei Beiden ging im zweiten Satz förmlich ein Ruck durchs Spiel, der 3:0-Sieg verblüffte die Gäste. Ein Ruck ging im zweiten Satz auch bei Martin Allegro und Tobias Rasmussen durch das Spiel. Allerdings nur diesen Satz, denn sie mussten sich danach deutlich geschlagen geben.

Dass anschließend jedoch sowohl Allegro als auch Afanador ihre Einzel gewannen, gehörte ebenfalls zu den positiven Überraschungen. Besonders Afanador erlebte gegen Harald Andersson ein sportliches Wechselbad über fünf Sätze. Der Puerto-Ricaner stellte sich jedoch immer besser auf seinen Gegenspieler ein und entlockte dem Schweden mehrmals Gesten der Hilflosigkeit.

Vielversprechender Pausenstand

„Mit dem 3:1-Pausenstand habe ich gedacht, dass wir sogar schneller zum Ende kommen könnten“, gestand der Trainer hinterher ein. Zumal Rasmussen sein erstes Einzel im unteren Paarkreuz sicher 3:1 gewann. Aber Khanin kam mit Alexander Valuch überhaupt nicht zurecht, das 7:11, 4:11 und 9:11 ließ Böses ahnen.

Und Allegro und auch Afanador bestätigten die Befürchtungen: Beide Profis gingen gegen Andersson und Ecseki gnadenlos jeweils 0:3 unter. Der Nr. Eins in Jülich bescheinigte sein Trainer ein einfallsloses Spiel an diesem Tag. Die Gäste hatten damit wieder gleichgezogen, die Entscheidung musste im unteren Paarkreuz fallen.

Zwei Satz-Siege verschafften Rasmussen gegen Valuch ein wenig Sicherheit, den dritten Satz gab der Däne 5:11 ab. Aber diesmal behielt er die Nerven und setzte sich im vierten Satz erneut durch. Ein Unentschieden der Indeländer war damit bereits gesichert. Die Entscheidung musste in der letzten Partie fallen. Nach drei Sätzen lag Dominik Scheja in Führung, doch Alex Khanin behielt die Nerven und entschied die beiden nächsten Sätze für sich.

Damit klettert der TTC punktgleich mit dem Neunten auf den achten Platz und nimmt das Tabellenmittelfeld ins Visier.

(tm)
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