Jülich: TTC hofft auf einen Arbeitssieg

Jülich: TTC hofft auf einen Arbeitssieg

Noch vor der Saison hätte man das Match zwischen dem TTC Indeland Jülich und der Union Velbert in die Kategorie „Duell zwischen David und Goliath” eingeordnet. Heute ist klar, dass für den TTC am Sonntag ab 15 Uhr in der Jülicher Nordhalle kein „Spaziergang” gegen ein Kellerkind der Zweiten Bundesliga Nord auf dem Plan steht.

Wer hätte das noch vor Wochen gedacht? Die Union rangiert momentan sogar einen Platz vor den Jülichern, und von einer Favoritenstellung seiner Indeländer will Cheftrainer Johannes Dimmig nichts wissen. Die großen Töne sind im TTC-Lager nach den jüngsten Niederlagen verstummt.

Die Indeländer sind nach vier Spielen noch nicht da angelangt, wo sie als amtierender Meister hin wollen in der 2. Liga. Die Verantwortlichen und Spieler hoffen gegen Velbert, das eine Partie und ein Unentschieden mehr auf dem Konto hat, auf einen Arbeitssieg. Und das wird schwer genug: In den beiden oberen Paarkreuzen scheinen die Kraftverhältnisse ausgeglichen. Ricardo Walther, der frisch gebackene Sieger des deutschen Ranglistenturniers Top-48, dürfte beide Einzel für sich entscheiden. Dagegen ist der junge Belgier Lauric Jean, der auch bei den Europameisterschaften enttäuschte, gegen Lennart Wehking und Tomas Janasek auf Grund seiner Formkrise Außenseiter.

Im mittleren Paarkreuz sollten die Jülicher Thomas Brosig und Christian Strack ebenfalls mindestens eine ausgeglichene Bilanz erzielen können, wobei die Velberter Björn Helbing und Jiri Kroulik immer für Überraschungen gut sind. Im unteren Paarkreuz sollten die Indeländer ihre Trümpfe ausspielen können. Michael Servaty zeigte ebenfalls beim Top-48-Ranglistenturnier in Quickborn am vergangenen Wochen Topleistungen und wurde Elfter (wir berichteten). Er ist genau wie Daniel Halcour in beiden Einzeln am Sonntag Favorit.

Zwei Punkte könnten allerdings gegen den erwünschten dritten Saisonsieg sprechen: Ricardo Walther tritt diese Woche bei den Swedish Open an und könnte, falls er dort sehr erfolgreich spielt, am Sonntag nicht zur Verfügung stehen. Ferner laboriert Daniel Halcour an Rückenproblemen, die hoffentlich bis Sonntag behoben sind.

In Bestbesetzung dürfte den Doppeln wieder entscheidende Bedeutung zukommen, in denen der TTC noch über ausreichendes Wachstumspotenzial verfügt. Bislang gewannen die Jülicher nur die Hälfte der zwölf Doppel.

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