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Großeinsatz der Feuerwehr: Traktorgespann brennt nahe der Sophienhöhe komplett aus

Großeinsatz der Feuerwehr : Traktorgespann brennt nahe der Sophienhöhe komplett aus

Traktor mit Heuwagen in Flammen

Ein mit Stroh beladenes Traktorgespann hat am Freitagnachmittag auf der Landesstraße 264 Feuer gefangen. Weil der Wald der Sophienhöhe in der Nähe war, rückte die Feuerwehr Jülich mit einem Großaufgebot aus, um Schlimmeres zu verhindern.

Großeinsatz für die Jülicher Feuerwehr am Freitagnachmittag: Kurz vor 15 Uhr hat auf der Landesstraße 264, der Tagebaurandstraße, ein Traktor samt mit 30 Ballen Heu beladenem Anhänger Feuer gefangen. Die hohen Außentemperaturen hatten vermutlich zu einem technischen Defekt am Fahrzeug geführt, teilte die Polizei am Samstag mit. Der 64-jährige Fahrer aus Vettweiß hatte demnach noch vergeblich versucht, das Feuer selbst zu löschen.

Die Jülicher Wehr rückte mit einem Großaufgebot aus, weil es nicht nur darum ging, das brennende Gespann zu löschen. Außerdem mussten die Einsatzkräfte verhindern, dass die Flammen auf die Bäume übergreifen konnten, die an der Sophienhöhe kurz vor dem Kreisverkehr mit der L136 den Fahrbahnrand säumen. Die Brandursache ist bisher ungeklärt.

Die Freiwillige Feuerwehr Jülich war mit den Kräften aus der Innenstadt, aus Stetternich, Lich/Steinstraß, Kirchberg, Selgersdorf und Koslar im Einsatz. Um die Wasserversorgung für die lange andauernden Löscharbeiten sicherzustellen, richtete die Wehr einen Pendelverkehr zwischen einem Hydranten in der Nähe des Stetternicher Kreisverkehrs und der Bandstelle ein.

Im Verlauf des Einsatzes rückte das Rote Kreuz an, um die Feuerwehrleute bei Temperaturen von teils über 35 Grad mit Getränken zu versorgen. Vor allem für die Feuerwehrleute, die den Löschangriff aufgrund der großen Rauchentwicklung unter Atemschutz vornehmen mussten, dürfte das in Tateinheit mit der Hitze eine echte Härteprobe gewesen sein.

Um sich beim Löschangriff abwechseln zu können, waren so viele Einheiten aus den Stadtteilen vor Ort. Insgesamt waren 60 Kräfte inklusive dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem Roten Kreuz im Einsatz. Das Traktorgespann brannte komplett aus. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr war nach Angaben eines Polizeisprechers auch am frühen Samstagmorgen noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt, gegen 6 Uhr wurde der Einsatz schließlich beendet.

Die L264 war ab dem Kreisverkehr in Richtung B55 stundenlang gesperrt. Erst in der Nacht wurde der betroffene Abschnitt für den Verkehr freigegeben – dort gebe es nun vorübergehend ein Überholverbot, sagte der Sprecher.

(jan)