Jülicher Land: Tourismus-Zuwachs in Jülich überdurchnittlich groß

Jülicher Land: Tourismus-Zuwachs in Jülich überdurchnittlich groß

Die Stadt Jülich ist der heimliche Gewinner der Tourismus-Statistik für die ersten vier Monate des Jahres im Kreis Düren. Nur Heimbach weist in absoluten Zahlen ein größeres Wachstum an Beherbergungen im Reiseverkehr auf.

Das sagt eine Statistik des Vereins Tourismus NRW. Den zweitgrößten Zuwachs verzeichnet Jülich, das mit 5513 Beherbergungen 37,4 Prozent mehr hatte als in den ersten vier Monaten 2013. Übrigens: Prozentual am meisten zugelegt hat Aldenhoven: um 140,3 Prozent auf 459. Für Titz und Inden liegen keine Zahlen vor, in Linnich gab es einen Schwund von zwei Prozent auf 640 Beherbergungen.

Heimbach, die kleinste Stadt des Landes, ist der Touristenmagnet Nummer eins im Kreis. Mit der Eröffnung des Ressorts Eifel Tor bei Schwammenauel verbuchte Heimbach 7202 sogenannte Beherbergungen. Das ist ein Plus von 55 Prozent.

Ein Plus im Kreis

Die absolut meisten Beherbergungen verzeichnet Düren mit 11797, was ein Plus von 10,2 Prozent bedeutet. Für den Kreis Düren ergeben sich von Januar bis April insgesamt 41 954 Beherbergungen (+16,4 Prozent). Insgesamt konnten die Beherbergungsbetrieben in NRW von Januar bis April 2014 deutlich zulegen. Demnach kamen laut Tourismus NRW in den ersten vier Monaten des Jahres rund 6,2 Millionen Gäste (+3,9) nach NRW.

In Jülich blieben die Gäste im Schnitt 2,6 Tage, so dass Jülich auf 14 109 Übernachtungen kommt — 19,9 Prozent mehr als 2013. Die meisten Gäste der Herzogstadt kommen aus Deutschland (4740), aus dem Ausland waren es 773 Besucher, davon 727 aus Europa. Deutlicher Spitzenreiter im Kreis in Sachen Verweildauer ist Heimbach.

Hier blieben die Gäste im Zeitraum Januar bis April 2014 im Schnitt 5,3 Tage. Besichtigungsziele der Besucher in Jülich sind die historischen Bauwerke der Herzogstadt wie Zitadelle mit Schloss und Museum, Hexenturm und Brückenkopf-Anlage, aber auch der Brückenkopf-Park als Freizeiteinrichtung für Familien und das Jugendgästehaus locken zahlreiche Besucher an.

„Bemühungen tragen Früchte“

„Das deckt sich auch mit unseren Erfahrungen, die von den Mitarbeiterinnen des Stadtmarketings in der Tourist-Information auf dem Schlossplatz gemacht werden“, sagt Dezernentin Katarina Esser. „Die gestiegene Zahl der Übernachtungsgäste lässt sich hieran ebenso ablesen wie die häufigeren Gästeführungen. Das freut uns, zeigt es doch, dass unsere Bemühungen um eine wirkungsvolle Image-Vermarktung der Stadt Früchte trägt.“

In den vergangenen zwölf Monaten konnten 134 Gruppen durch Zitadelle und Schloss, Museum und Renaissancestadt sowie zum Brückenkopf geführt werden — im Vergleichszeitraum davor waren es 110 Führungen.

(jan)