Titz: Titzer Weihnachtsmarkt: Alpines Winterwetter und gute Stimmung

Titz : Titzer Weihnachtsmarkt: Alpines Winterwetter und gute Stimmung

„Herzlich willkommen im weihnachtlichen Titz. Die Schneequalität ist gut, und hier herrscht nicht die übliche Glühwein-mit Amaretto-Stimmung.“ Das betonten unisono Bürgermeister Jürgen Frantzen und Ortsvorsteher Norbert Schiffer.

Nach „gemütlicher Einstimmung der Vereine“ am Vorabend eröffneten sie traditionell am zweiten Advent im historischen Ortskern am Spritzenhaus den 31. Weihnachtsmarkt — im dichten Schneetreiben.

Für Schiffer, Ortsvorsteher, Organisator und Vorsitzender der Vereinigten Vereine Titz, war es bereits der 21. Markt infolge. Für Kontinuität und Zuverlässigkeit steht natürlich auch das Team hinter ihm: Brigitte Bungart ist seit 27 Jahren im Vorstand, Peter Wirtz seit 23 Jahren technisches Beisitzer und für die Stromversorgung des Weihnachtsmarktes zuständig. Karsten Schulz fügt sich seit sieben Jahren „nahtlos in das Team ein“ und betreut die Aussteller am Sonntagmorgen. Erneut unterstrichen die ersten Bürger den Zusammenhalt der Vereine, die in Titz „am Leben gehalten werden“.

Bühnen-Highlight am Morgen war das erstklassige Akustik-Duo „Da Capo al Fine“ mit der aus der Landgemeinde stammenden Sängerin Claudia Breuer und Gitarrist Holger Forst. Sogleich erfüllt wurde ihr Wunsch im ersten Song „White Christmas“, denn der Schnee wurde dichter und dichter. Mit ihrer schönen Stimme und augenzwinkernden Anmoderationen gelang es der temperamentvollen Claudia Breuer, die frierenden Gäste vor der Bühne zum Mitsingen und Mitklatschen zu animieren und somit die Stimmung anzuheizen. Das Duo wünschte etwa musikalisch „Feliz Navidad“ oder ließ die „Jingle Bells“ erklingen, in einem wunderschönen alternativen Eigenarrangement.

Der Jülicher Buchhändler Wolfgang Hommel, Inhaber der Buchhandlung Fischer, stellte seine Neuerscheinung „Titz — Geschichte der Landgemeinde und ihrer Dörfer vor“ mit dem Wahrzeichen Düppelsmühle als Titelmotiv. Im Spritzenhaus war es schon zu haben, obwohl es erst am Folgetag im Rathaus offiziell vorgestellt wurde.

Am Nachmittag spielte die Kapelle „Enzian“ Güsten auf. Passend zur 31. Auflage hatten sich 31 Aussteller angemeldet, wegen krankheits- oder wetterbedingter Absagen hatten 27 ihre Stände mit qualitativ hochwertigem und breit gefächertem Repertoire aufgebaut, darunter Kindergarten, private und gewerbliche Anbieter. Die Palette reichte von Weihnachtsdekorationen, einige unter ihnen sogar „echt“ verschneit, Keramikartikel und Holzfiguren, Fliegengitter und Lichtschachtabdeckungen bis hin zum großen kulinarischen Angebot, das die Besucher im zugig-nasskalten Wetter wie ein Magnet anzog.

Seh- und Reaktionstests der Verkehrswacht Jülich komplettierten die Palette. Immer wieder tobten Kinder im Schnee. Für viele Erwachsene erwiesen sich allerdings das beheizte Weihnachtszelt und das geöffnete Spritzenhaus als bevorzugte Aufenthaltsorte.

(ptj)