Titz: Titzer SPD attackiert CDU

Titz: Titzer SPD attackiert CDU

Die SPD Titz kritisiert die Entscheidung des CDU-Gemeindeverbandes, den Rödinger Ortsvorsteher Bert Hermanns (62) auszubooten.

So könne man nicht mit Parteifreunden umgehen, moniert der SPD-Fraktionsvorsitzende Fred Schüller. „Es ist erstaunlich, die Bundes-CDU spricht von Rente mit 67, jedoch für das Amt des Ortsvorstehers ist man bei der CDU in Titz mit 62 Jahren schon zu alt”, meint Schüller. Jetzt sei im Ort von Wahlbetrug die Rede.

Im Wahlkampf habe die Union den dann direkt gewählten Hermanns noch gebraucht, um in Rödingen Stimmen zu holen. Es habe damals schon Gerüchte gegeben, doch die seien von seiner Seite und vom stellvertretenden CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Wilhelm Hintzen als wahlkampftaktische Aussagen anderer Parteien zurückgewiesen worden.

Gleichwohl habe, so Schüller, die CDU nicht offen erklärt, dass Hermanns Ortsvorsteher von Rödingen, Höllen und Bettenhoven bleibe. Trotzdem, so der Sozialdemokrat „muss die CDU sich gefallen lassen, dass sie in Rödingen den Wähler getäuscht hat”. Die CDU hätte bereits vor dem Wahlkampf eine Verjüngung in ihren Reihen vornehmen sollen. Das wäre glaubwürdig gewesen, meint der Oppositionspolitiker.

Nach der Kommunalwahl, die für Union Verluste mit sich brachte, „sieht die politische Welt in Titz anders aus. Die CDU hat nicht mehr alleine das Sagen”.

Daran müsse sich, so Schüller, CDU-Fraktions- und Gemeindeverbandsvorsitzender Helmut Paar „noch gewöhnen”.

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