Nordkreis: Titzer pendeln am häufigsten, um Geld zu verdienen

Nordkreis: Titzer pendeln am häufigsten, um Geld zu verdienen

Die Titzer müssen am häufigsten pendeln, um Geld zu verdienen. 3313 Einwohner der Landgemeinde machen sich morgens auf, um zu ihrem Arbeitsplatz in einer anderen Kommune zu fahren. Das entspricht — errechnet als Anteil der Auspendler an den Erwerbstätigen am Wohnort — einer Auspendlerquote von 81,1 Prozent. Im Kreis Düren ist nur in Vettweiß diese Quote mit 84 Prozent höher.

Die Titzer Berufspendler arbeiten meist in Jülich (628), Aachen und Düren (je 206), Köln (205) und Düsseldorf (194). Dagegen steuern nur 730 Arbeitnehmer, Beamte und Selbstständige Titz an, um dort ihrer Beschäftigung nachzugehen. Die meisten Einpendler nach Titz kommen dabei aus Jülich (189), Linnich (84), Erkelenz (64), Aldenhoven und Bedburg (je 29). Das geht aus Zahlen der Landesstatistiker von IT.NRW, Düsseldorf, für 2011 hervor. Diese Daten sind wichtig etwa für die Infrastrukturplanung.

Nach Jülich mit seinen staatlichen Großarbeitgebern pendeln 11 262 Berufstätige. Die meisten kommen aus Aachen (1066), Düren (974), Linnich (925), Aldenhoven (852) und Titz (628). Die Zahl der Jülicher Auspendler beläuft sich auf 8205. Die meisten haben ihren Arbeitsplatz in Düren (1368), Aachen (1232), Köln (548), Linnich (393) und Aldenhoven (333). Jülich kommt auf eine Auspendlerquote von 51,7 Prozent, das ist etwa NRW-Durchschnitt.

In Linnich mit einem industriellen Großarbeitgeber arbeiten 3400 Einpendler, die meisten kommen aus Hückelhoven (484), Jülich (393), Baesweiler (202), Erkelenz (196) und Heinsberg (179). 4609 Linnicher verdienen in einer anderen Kommune ihre Brötchen — meist in Jülich (925), Aachen (543), Düren (384), Hückelhoven (302) und Erkelenz (248). Insgesamt 5153 Aldenhovener gehen außerhalb ihrer Heimatgemeinde einer Beschäftigung nach — meist in Aachen (1122), Jülich (852), Eschweiler (412), Düren 358) und Alsdorf (320). Einen Arbeitgeber in Aldenhoven haben 2450 Berufstätige, die meisten wohnen in Jülich (333), Alsdorf (222), Eschweiler (179), Baesweiler (166) und Aachen (158).

In der Gemeinde Inden müssen täglich 2942 Einwohner in eine andere Stadt oder Gemeinde pendeln, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Arbeitsort sind meist Düren (562), Eschweiler (453), Aachen (387), Jülich (307) und Köln (160). Die Indener Einpendler — insgesamt 923 — stammen meist aus Düren (195), Jülich (124), Langerwehe (93), Niederzier (79) und Eschweiler (74). Die Gemeinde Niederzier zählt 5396 Auspendler meist mit einem Arbeitsplatz in Düren (2013), Jülich (614), Köln (466), Aachen (343) oder Kerpen (131). Dagegen verdienen 3647 Auswärtige in Niederzier ihr Geld, die meisten fahren aus Düren (861), Jülich (263), Eschweiler (168), Langerwehe oder Merzenich (je 159) an. Dass längst weite Arbeitswege in Kauf genommen werden (müssen), zeigt die Tatsache, dass weit mehr als 1200 Einwohner von Nordkreis-Kommunen bis nach Köln pendeln.

(gep)
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