Betrüger raubt Senior im eigenen Haus in Titz aus

500 Euro teure Jacke angeboten : Unbekannter raubt Senior im eigenen Haus aus

Ein Senior aus Titz-Jackerath ist am Freitag vergangener Woche Opfer eines Raubes geworden. Zuvor wollte der unbekannte Räuber den Mann mit einem Jackenverkauf betrügen, doch dann schnappte er sich gleich das gesamte Bargeld und flüchtete.

Gegen 12.15 Uhr war der Mann in der Jülicher Straße in Jackerath aus seinem Auto ausgestiegen, als ein unbekannter Mann ihn ansprach, wie die Polizei berichtet. Der Fremde nutzte dabei den Vornamen des Angesprochenen und stellte sich als alter Bekannter vor. Der Unbekannte verwickelte den älteren Mann in ein Gespräch, in dessen Verlauf er angab, wegen eines Trauerfalles zurück nach Italien zu müssen. Vorher wolle er aber noch bei seinen alten Bekannten vorbeischauen und eine neue Kollektion Herrenjacken anbieten.

Von der Geschichte des Fremden eingelullt ließ der Mann aus Jackerath den Unbekannten in sein Haus. Es entwickelte sich ein Verkaufsgespräch, das darin endete, dass der Senior eine Jacke für 500 Euro kaufen wollte. Dazu entnahm er einem Kuvert das Bargeld. Der Unbekannte erkannte offenbar, dass sich darin noch deutlich mehr Geld befand. Er stieß den Mann zur Seite, entnahm das Geld und machte sich aus dem Staub.

Mit einem grau-silbernen Mittelklassewagen mit wahrscheinlich italienischen Kennzeichen flüchtete er schließlich. Der Geschädigte wurde nicht verletzt. Zur Beschreibung des Mannes konnte der Senior angeben, dass dieser etwa 45 bis 52 Jahre alt und etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß war. Er hatte kurze grau-braune Haare und war bekleidet mit einem grauen Pullover, einer grauen Stoffhose und dunklen Schuhen. Hinweise auf den Tatverdächtigen nimmt die Leitstelle der Polizei unter der Rufnummer 02421/949-6425 entgegen.

In diesem Zusammenhang rät die Polizei, sich nicht auf derart dubiose Verkaufsgespräche einzulassen. „Das vermeintliche Schnäppchen entpuppt sich oftmals als billiger Schund. Lassen Sie Fremde nicht arglos in Ihre Wohnung und bleiben Sie misstrauisch.“

(red/pol)