Knollen-Spenden gesucht: Auch Wühlmäuse besuchen gern den Bio-Garten

Knollen-Spenden gesucht : Auch Wühlmäuse besuchen gern den Bio-Garten

„Wir wohnen auf dem Land. Es ist wichtig, dass die Kinder ökologisch denken und die Kreisläufe kennen lernen“. Das sagen Stefanie Törkel-Howlett, Leiterin der Primusschule, und ihre Stellvertreterin Anja Schüürmann.

Die Rede ist vom schuleigenen und freiwilligen Projekt „Gemüse-Ackerdemie“. Das Projekt entwickelte sich als Folge der „Zukunftswerkstatt“, Träger ist der Förderverein. Die Primus-Schüler beackern seit Mai 2017 ein Feld nahe der Schule und erlernen so Anbau, Ernte, Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Gemüse, darunter Kartoffeln, Karotten, Gurken, Salate oder Kresse, am selbst gebastelten Marktstand. Die Bezahlung durch Eltern und Förderer für die Produkte erfolgt auf Spendenbasis.

Die Kartoffelernte von Sorten wie Alexandra, Allians, Annabella, Belana oder Bellarrosa wird jedes Jahr im Oktober, unter anderem in Form von Reibekuchen oder Kartoffelsalat, beim Kartoffelfest im Außenbereich und in der Aula der Primusschule angeboten.

Das Fest ist „immer wieder ein gut besuchtes Highlight“ – so auch bei der dritten Auflage. Diesmal hatten allerdings die Wühlmause die Ernte der tollen Knolle dezimiert, so dass der Veranstalter auf Kartoffelspenden angewiesen war. Doch auch Ernteeinbussen zählen zum Kreislauf dazu. „Auch Wühlmäuse kommen gerne in den Bio-Acker“, betonte Schürmann.

Eine reichhaltige Cafeteria und Aktionen wie die Kartoffelolympiade, der Wettbewerb um den Kartoffelkönig, der die schwerste Kartoffel im Gepäck hat, oder das bunte Bedrucken von Jute-Taschen mit Kartoffelstempeln bereicherten das Kartoffelfest.

(ptj)
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