Jülich: Theater AG führt das Musical „Käpt‘n Chaos und die Schatzinsel" auf

Jülich : Theater AG führt das Musical „Käpt‘n Chaos und die Schatzinsel" auf

Die Theater AG des Gymnasiums Zitadelle hat das Musical „Käpt’n Chaos und die Schatzinsel“ im Kulturbahnhof (KuBa) auf die Bühne gebracht. Bei dem Stück muss sich Käpt’n Chaos, der von dem Siebtklässler Riccardo Caruso gespielt wurde, auf der Suche nach der Truhe zahlreichen Herausforderungen stellen.

„Dabei ist der Kapitän zwar sympathisch, aber irgendwie dusselig“, sagte der Schauspieler Caruso zu seiner Rolle und weiter: „Dadurch gerät er häufig in Schwierigkeiten. Aber seiner Crew gegenüber sieht er seine Fehler immer schnell ein.“

„Du weißt schon, dass du deinem Spitznamen ‚Käpt’n Chaos‘ alle Ehre machst, oder?“, sagte Charles (Wiebke Kaiser) vorwurfsvoll auf der Bühne. Denn durch das Tohuwabohu des Kapitäns, wie das Beladen des Schiffes mit Zitronen und das Vergessen von Fleisch und sogar Rum, hatte die Crew (Jana Derksen, Alessandro, Holzweiler, Katharina Reinert und Thorben Wolff) genug — unter scheinheiligen Ausreden türmten sie. Alle außer Charles.

Immer wieder setzte die AG ihre Szenen mit Gesang um. So bewarb sich auch die neue Crew (Rosa Engelmann, Hannah Hitschfel, Lena Kannen und Maria Klocke) per Lied. Ob die neue Mannschaft wirklich seetauglich ist, war zu Anfang fraglich. So erklärte Koch Konrad seinen neuen Kollegen: „Da, wo die Kombüse steht, da ist Backboard.“ Schließlich erspielte Käpt’n Chaos beim Poker eine Schatzkarte und nach der Befragung des Old Oracle (Niklas Paar) begann die Reise auf der MS Chaos.

Hier ist es erwähnenswert, wie die Theater AG die Lokalität des KuBas nutzte. Die eigentliche Empore in der Mitte diente für Szenen auf dem Land, während die beiden erhöhten Bereiche jeweils neben der Bühne durch eine spitz zulaufende Stoffverkleidung, Masten und Anker auch optisch zu Schiffen wurden. Schon kurz nach dem Beginn der Seefahrt: Die erste Flaute. Hier zeigte die Crew einen Rap, bei dem sie die Silben des Wortes Langeweile im Kanon sagte und weitere Strophen im Sprechgesang vortrug.

Auf Sirenen (Jana Derksen, Sara Kelzenberg, Anya Li, Katharina Reinert und Ina-Lisa Schulz) und echte Piraten (Ben Friedrich, Annalena Nürnberg und Janis Reitz) traf die Gruppe, denen sie durch eine List entkamen.

„Da vorne ist ein Riff“, brüllte eines der Crewmitglieder — doch zu spät. Die Bühne in rotes Licht getaucht, fielen die Seebären unter lautem Gepolter herumfliegender Planken vom Schiff.

Wie immer half das Glück im Unglück, der Käpt’n erlitt mit seiner Crew auf der Schatzinsel Schiffbruch. Nachdem der Schatz unter Freudentaumel gehoben war , verabschiedete sich gesamte AG mit dem Lied „Hey, Käpt’n Chaos“. Die Zuschauer antworteten mit lautem Applaus.

In weiteren Rollen spielten mit: Melina Boltes (Meerjungfrau), Jana Derksen (Tourist), Tamika Faul (Kartenspieler, Meerjungfrau), Nele Gierkens (Wirt), Justus Grothe (Tourist), Ben Grun (Happy), Paula Grün (Happy), Jens Hartmann (Verkäufer), Amelie Hilgers (Meerjungfrau), Nucan Kaplakarslan (Meerjungfrau), Oliver Korte (Famlie), Tim Löbel (Familie), Angelina Müller (Kartenspieler, Meerjungfrau, Familie), Jakob Peters (Familie), Cetin Sapkiran (Händler), Malte Schöpe (Fremdenführer) sowie Sonja Selmer (Meerjungfrau).

Damit nicht genug waren Nele Gierkens und Jakob Peters am Bühnenumbau, Ole Schlüter und Daniel Werner an der Technik und Aaren Bhatti an Plakat und Flyer beteiligt. Das Musical wurde von der Lehrkraft Peter Schulz am Keyboard begleitet. Geleitet wurde der Kurs von den beiden Lehrerinnen Pia Pflugfelder und Martina Sowa, die zusammen mit der Regieassistenz Lara Vossen die Regie führten.

Für das Gymnasium Zitadelle war „Käpt’n Chaos und die Schatzinsel“ die erste Aufführung im KuBa.

(mio)
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