Aldenhoven: Tertel-Kandidat Ossenkopp fällt durch

Aldenhoven: Tertel-Kandidat Ossenkopp fällt durch

Peinliche Schlappe für den Aldenhovener Bürgermeister Lothar Tertel (parteilos): Der Gemeinderat hat den Dezernenten Horst Wassenhoven mit 15 zu neun Stimmen zum allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters bestimmt. Tertels Kandidat, Kämmerer Michael Ossenkopp, rasselte damit durch.

Die SPD hatte erst in der Sitzung Wassenhoven als Gegenkandidaten nominiert, die Freien Liberalen (F-L) geheime Anstimmung beantragt. Tertel daraufhin: „Haben wir vorbereitet.“ Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Jansen — Fraktionschef Udo Wassenhoven erklärte sich für befangen — monierte, dass der Bürgermeister die Top-Personalie „nicht im Konsens mit den Fraktionen“ behandelt habe. Auch der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Georg Krapp meinte, dieser Punkt „hätte im Vorfeld abgeklärt werden müssen“.

Zum Vorschlag Jansens, auf eine Personaldebatte zu verzichten, um niemanden zu „beschädigen“, meinte Krapp, beide Kandidaten, die beide übrigens „fachlich qualifiziert“ seien, seien jetzt faktisch „beschädigt“

Gemeindeoberamtsrat Wassenhoven (53) folgt als Bürgermeister-Vetreter am 1. Mai Gemeindeoberverwaltungsrat Josef Kaufmann, der in Pension geht. Dann wird es im Rathaus auch statt bisher vier nur noch drei Dezernate geben, damit verbunden ist eine Einsparung bei den Personalkosten. Im Zuge der Umgliederung wird es somit ein „Stühlerücken“ im Rathaus geben.

Der Freialdenhovener Wassenhoven (53) trat nach Abitur in Haus Overbach und Bundeswehr in die Gemeindeverwaltung ein. 1983 wurde er Inspektor. „Ein bischen stolz“ ist er darauf, dass er es im Abendstudium zum Dipl.-Kommunalbeamten (VWA) geschafft hat. Der Fußball-Fan ist „noch ein bischen aktiv“ bei der Borussia. Und im Sommer schwingt er sich manchmal aufs Motorrad.

(gep)
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