Jülich: Technik-Tag am Forschungszentrum: Mädchen schrauben, feilen und sägen

Jülich: Technik-Tag am Forschungszentrum: Mädchen schrauben, feilen und sägen

Mädchen und Technik. Das geht und es geht immer besser. Diese Erfahrung macht auch Martina Brandt, die seit vielen Jahren für das Büro für Chancengleichheit im Forschungszentrum Jülich (FZJ) den Mädchen-Technik-Tag in Kooperation mit dem Kreis Düren, der Stadt Jülich und der Agentur für Arbeit Düren organisiert.

Einen Vormittag lang können die Schülerinnen der weiterführenden Schulen, die sich in der Berufsfindungsphase befinden, im Foyer der Zentralbibliothek ausprobieren, ob ihnen der Bereich Technik liegt.

Da wird geschraubt, gesägt, gehämmert, gefeilt und gelötet. Die Schülerinnen erhalten einen Laufzettel, anhand dessen sie die einzelnen Stationen abarbeiten können. Betreut werden sie dort von Auszubildenden des FZJ. An jeder Station gibts Punkte und die zehn Besten eines Tages werden noch einmal vom FZJ mit ihren Eltern zu einem Infotag eingeladen. Wenn dann das Interesse richtig erwacht ist, dürfen sie zu einem Schnuppertag in einem aangestrebten Beruf kommen und erhalten sogar einen Praktikumsplatz.

Mit Feuereifer dabei

Den jungen Damen macht dieser Tag auf alle Fälle Spaß und sie sind mit Feuereifer dabei. Gut finden sie es auch, dass sie hier auf Gleichaltrige treffen und so Informationen aus erster Hand erhalten.

Dass sich immer mehr Mädchen für technische Berufe interessieren, stellt auch Hartmut Heidersbach, Berufsberater der Agentur für Arbeit in Düren fest. „Die Mädchen haben die Chancen erkannt, die diese Berufe ihnen auf dem Arbeitsmarkt bieten. Viele nutzten sie mittlerweile auch als Grundlage für ein späteres Studium”, weiß er zu berichten.

Über mangelndes Interesse an ihrem Mädchen-Technik-Tag kann sich daher auch Martina Brandt nicht beklagen. Mittlerweile wird diese Veranstaltung im FZJ an zwei Tagen mit jeweils 80 Schülerinnen durchgeführt.

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