Jülich: Team „Lazarus Strohmanus“ gewinnt beim Bierkisten-Kørling

Jülich : Team „Lazarus Strohmanus“ gewinnt beim Bierkisten-Kørling

Zum zweiten Mal ist in der Herzogstadt ein besonderer sportlicher Wettbewerb ausgetragen worden, der alle Zuschauer und Teilnehmer begeisterte und in einem spannenden Finale einen neuen Weltmeister hervorbrachte. Die Rede ist vom Bierkisten-Kørling, das im vergangenen Jahr erstmals im Rahmen der Holzhacker-Meisterschaft von Hauke Bochem vom Veranstalter Four Events und der CCKG-Prinzengarde ausgerichtet worden war.

„Wir haben dieses Turnier als Fun Sport-Event gestaltet, und das soll auch in Zukunft die Motivation sein, dass einfach alle Spaß dabei haben“, sagte Bochem im Interview. Diese laut eigener Aussage schon 111 Jahre alte Disziplin wurde wieder ins Leben gerufen, um den Jülicher Jecken die lange Wartezeit zur nächsten Session zu verkürzen, und was liegt da näher, als ein Turnier auszutragen, das ganz im Zeichen des Lieblingsgetränks aller Karnevalisten steht. Bier!

Der Austragungsort war diesmal das Zelt vor der großen Bühne im Brückenkopf-Park, unter dessen Dach zwei mit Schmierseife getränkte Kørling-Bahnen angelegt worden waren. Diesmal hatten sich 17 Teams zum Wettstreit angemeldet. Es waren drei Bierkisten pro Mannschaft zugelassen, die erneut alle sehr individuell gestaltet waren.

Vom Spoiler über eine LED-Beleuchtung und einer Badeente im Design eines bekannten Fußballclubs oder einem angebrachten Windrad bis hin zu einer fantasievollen Beklebung mit bunten Motiven war alles vertreten. Die einzige Bedingung war eine Gewichtsbegrenzung auf 3,3 Kilogramm, und es durften selbstverständlich nur Bierkisten und keine Wasserkisten verwendet werden, da dies zur sofortigen Disqualifizierung führen würde, wie die Veranstalter schmunzelnd bemerkten.

Die Moderation des Turniers hatte Bernd „Pflaumen“ Flücken gemeinsam mit Hauke Bochem übernommen. Gespielt wurde im WM-Modus mit einer Vorrunde in vier Gruppen, aus denen jeweils die zwei erstplatzierten Mannschaften weiterkamen. Danach ging es im K.O.-System durch das Viertel- und Halbfinale bis ins Finale, wo um den Pokal gespielt wurde. Hierbei erreichten die Teams „Angelika seine Söhne“, die „3 Maiblömche un ne Buur“, die Männergruppe der „KG Feuerwehr“, die „4 Dudes with Attitudes“, die Lich-Steinstraßer Garde, die CCKG-Band „Les 6 Kölsch, 1 Cola“, die „Toten Funken“ und der „Lazarus Strohmanus“ das Viertelfinale.

La Ola

In drei gespielten Runden gewinnt laut Regeln das Team, das hintereinander zwei Siege einfahren kann. Hier setzten sich die „Maiblömchen“, die „4 Dudes“, die „KG Feuerwehr“ und der „Lazarus“ durch. Mit jeder Finalrunde wurden die Teilnehmer ehrgeiziger, und es gelang in einigen Bierkastenwürfen tatsächlich, die Kiste des Gegners mit Geschick aus dem Zielkreis herauszuschieben und sich selber dort zu platzieren.

Das Publikum feuerte die Teams an und es wurden sportliche Höchstleistungen gezeigt, die Moderator Flücken in seiner Kommentierung zu würdigen wusste. Er ließ zur Steigerung der Stimmung gleich mehrere La Ola-Wellen starten.

Ins Finale schafften es schließlich in einem ungemein spannenden Wettbewerb die „3 Maiblömche“ und der „Lazarus“. Herbei erzielten zunächst beide Teams jeweils einen Sieg. In der alles entscheidenden Runde setzte sich das Jülicher „Lazarus Strohmanus“-Team gegen die Lich-Steinstraßer „Maiblömche“ mit vier Zentimeter Vorsprung durch.

Bei der anschließenden Siegerehrung ließ sich das beste Team auf der Bühne gebührend feiern. Für die richtige musikalische Stimmung sorgte DJ Chris, und nach dem Turnierfinale wurde den Besuchern noch gute kölsche Musik mit dem Auftritt von „Fiasko“ geboten. Die Gewinner des „Loss mer Singe“-Wettbewerbs rockten mit den Songs ihres Debütalbums „Jetz jäh“ den Brückenkopf-Park und sorgten für einen gelungenen Abschluss eines sehr kurzweiligen Wettbewerbs.

(bw)
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