Adventskonzert der Musikschule: Streicher, Klavier und Schnee in der Kirche

Adventskonzert der Musikschule : Streicher, Klavier und Schnee in der Kirche

In der Propsteikirche St. Maria Himmelfahrt hat die Musikschule ein Adventskonzert veranstaltet. Mit dabei waren, neben dem Chor der Schule „TonArt“, weitere, hochkarätige Musiker, die ein abwechslungsreiches Programm boten.

In der Kirche war die einzige Lichtquelle die kleine Leselampe des Dirigenten und Leiter des Konzerts, Dominik Lorenz. Dann leuchteten Polarlichter in der Kirche auf. Diese wurden durch den Lichtkünstler Philipp Mülheims erzeugt, der das Konzert mit verschiedenen, zum Thema der Lieder passenden Animationen ausleuchtete.

Als dann der Chor „TonArt“ mit „Carol oft the Bells“ (Peter J. Willhousky) begleitet von Ahreum Friedrich am Klavier das Konzert eröffnete, wurde es hell in der Kirche. Nach lautem Applaus, mit dem die Zuschauer honorierten, begann auch das Streicherquintett, bestehend aus Enrique Carlsson (1. Geige), Dominik Zielke (2. Geige), Camila Tapia (Bratsche), Cosima Gietzen (Cello) und Tomasz Cerbe (Kontrabass), ihr Spiel. Dabei begleiteten die Musiker die Stimmen des Chores zu „What sweeter Music“ (John Rutter).

Nach einigen weiteren Liedern wie beispielsweise „The Rose“ (Ola Gjeilo) – immer wieder brachen die Zuschauer des eintrittsfreien Konzerts in begeisterten Jubel aus – nahm der Chor Platz und dahinter kamen einige Blasmusiker zum Vorschein. Jessica Kufner (Trompete), Klaus Luft (Trompete), Sander Hendrix (Posaune) uns Ina Starke (Posaune) boten zunächst mit „Von Himmel Hoch“ (Francesco Rognoni Taeggio) eine nicht minder qualitativ hochwertige Einstimmung in die Weihnachtszeit.

Dann waren die Stimmen des Publikums gefragt. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die große Propsteikirche mit Zuschauern brechend voll war. Nicht nur die Plätze der Bänke waren voll besetzt. Auch an den Wänden und im hinteren Teil der Kirche reihten sich die Besucher dicht an dicht. Einige Besucher sicherten sich ein Plätzchen in einer Einbuchtung, so dass sie das Spektakel zwar nicht mehr sehen, aber wenigstens hören konnten. Als sich dann Dominik Lorenz freundlich lächelnd zu den zahlreich Erschienenen umdrehte und mit seinem Taktstock nach oben deutete, erklang laut und wohlklingend „Wir sagen euch an den lieben Advent“ (Andrea Holzer-Rhomberg).

Zahlreiche Besucher ließen das Adventskonzert der Musikschule nicht aus. Kein Platz auf den Bänken oder an der Wand blieb frei. Foto: Mira Otto

Damit war das Programm des Adventskonzerts noch nicht erschöpft. Neben dem Dirigenten erhob sich anschließend Javiera Tapia, ihres Zeichens eine Sopranistin aus Chile, die innerhalb einer Deutschlandtour auch in Jülich Station gefunden hat. Untermalt von den Streichern und Klavier brachte sie die Arie „Quia respexit“ zu Gehör. So mancher Besucher trat einen kleinen Schritt nach vorne, linste um eine Mauerecke oder den Vordermann, um die Quelle der engelsgleichen Stimme zu sehen. Auch hier klatschte das Publikum danach eifrig in die Hände.

Nach weiteren Stücken bei denen Streicher, Klavier, Bläser immer wieder den Chor „TonArt“ unterstützten, wie bei „Amen! Go, Tell it on the Mountain“ (Mary McDonald) oder „We wish you a Marry Christmas“, bei dem der Lichtkünstler Mülheims visuellen Schnee in der Kirche fallen ließ, endete das Konzert gemeinsam mit allen Musikern, Chor und mit dem Stimmen der Besucher zu „Oh, Du fröhliche“. Mit Standing Ovation wurden die Musiker verabschiedet.

„Das war fernsehreif, ich bin begeistert“, freute sich Bernhard Dolfus, der Leiter Musikschule. Auch Dominik Lorenz sagte: „Wir haben uns deutlich zum letzten Jahr gesteigert, der Chor und die Musiker, ich bin mit allen sehr zufrieden.“

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