Titz: Straßenausbau in Ameln liegt erst einmal auf Eis

Titz: Straßenausbau in Ameln liegt erst einmal auf Eis

Vorbehaltlich des Ratsbeschlusses in der nächsten Woche wird der von der Titzer Gemeindeverwaltung favorisierte Straßenausbau des Grüner Wegs in Ameln auf Eis gelegt. Vorläufig jedenfalls. Denn zu diesem Beschluss ist der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt in seiner jüngsten Sitzung gekommen.

Zwar wurden im Ausschuss Argumente für und wider gegen die Pläne ausgetauscht, doch im Grunde genommen folgte man dem Willen der Anwohner. Denn die hatten bei einer im Oktober durchgeführten Informations-Veranstaltung — knapp 80 Grundstückseigentümer hatten diese verfolgt — klar und deutlich argumentiert, „den Straßenausbau abzulehnen“. Lediglich am schlechten Zustand der Gehwege, die zudem nicht durchgängig genutzt werden können, wurde Kritik geäußert.

Bei der Info-Veranstaltung hatte Michael Müller, Fachbereichsleiter der Gemeindeverwaltung, erläutert, dass ein reiner Vollausbau der Nebenanlagen — ohne gleichzeitig stattfindende Fahrbahnerneuerung — grundsätzlich möglich sei. Doch auch dafür müssten Anliegerkosten berechnet werden. Denn die waren es, die den Anwohnern von Anfang an ein Dorn im Auge waren.

Sie wollten nicht für eine Maßnahme „bezahlen, deren Notwendigkeit von Anfang an in Frage gestellt wird.“ In ihren Augen waren die verschiedenen Schadensbilder nicht so ausgeprägt, dass sie einen Komplettausbau der Straße rechtfertigten würden. Ein Anwohner: „Die Straße hält mindestens noch zehn bis 15 Jahre. Es gibt bedeutend schlechtere Straßen in unserer Gemeinde.“

So sollte der Ausbau denn zeitlich gestreckt zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. „Wenn sich der Zustand des Grünen Wegs in den kommenden Jahren nachhaltig verschlechtere, soll über einen Ausbau entschieden werden.“ So wurde es im Protokoll der Bürgerinformationsstunde festgehalten. Dieser Einschätzung haben sich die Mitglieder des Ausschuss angeschlossen. So ist denn der Rat in der kommenden Woche gefragt. Und es ist nicht davon auszugehen, dass dieser der „Empfehlung“ widersprechen wird.

Von der Verwaltung vorgeschlagen waren zwei Ausbauvarianten. Wobei sich die Kosten nur unwesentlich unterschieden. Denn die lagen zum einen bei circa 450.000 Euro für das so genannte Trennprinzip. Dabei sind klare Abtrennungen zwischen Fahrzeug und Fußgängerverkehr mittels Bordsteine und Rinnen zur Wasserführung, sowie ein Höhenunterschied zwischen Fahrbahn und Gehweg vorgesehen. Beim „Mischprinzip“ — Fahrgasse und Gehweg liegen auf einer Höhe, sind nur unterschiedlich asphaltiert oder gepflastert — wären rund 471.000 Euro an Kosten angefallen.

(hfs.)