Jülich: „Sterben und Tod”: Hospiz macht Schule

Jülich: „Sterben und Tod”: Hospiz macht Schule

„Die Kinder haben in der Projektwoche gelernt, dass Gemeinschaft enorm wichtig ist, gerade, wenn es einem nicht gut geht. Kinder lernen über Symbole, mit Trauer umzugehen”, sagt Julia Weyergans, Lehrerin der Klasse G11 an der Promadenschule Jülich-Süd. Lehramtsanwärterin Lisa Lövenich fügt hinzu: „Sie erfahren Hoffnung und lernen, nicht aufzugeben”.

Deshalb können beide Lehrkräfte das dynamische Projekt „Hospiz macht Schule” für Viertklässler nur empfehlen, das Berührungsängste abbauen will und vom Bundesministerium für Familie gefördert wird.

Intensive Auseinandersetzung

Im geschütztem Raum sollen alle Fragen der Kinder zum Thema „Abschiednehmen - Lebensende” so gut wie möglich beantwortet werden. Fünf Tage lang erarbeiteten Ehrenamtlerinnen aus der projektgründenden Hospizbewegung Düren/Jülich zunächst im „Plenum” mit der gesamten vierten Klasse ein Tagesthema, im Anschluss erfolgte die Aufarbeitung in geschützten Kleingruppen mit jeweils fünf Kindern.

Projektkoordinatorin ist Renate Bock, die wegen ihrer Namensgleichheit mit Kollegin Renate Windelschmidt vorübergehend den Namen „Elisa” angenommen hat. Ferner zählen die Ärztin Dr. Mechthild Leitz-Wirtz, Uschi Keller und Assistentin Ines Schiffer zum Hospizler-Team. Durch ihre eigene intensive Auseinandersetzung mit dem Themenkreis „Sterben und Tod” verstanden die Hospizler hervorragend den feinfühligen Umgang mit den Kindern, die von Natur aus neugierig sind und auch in Krisenzeiten nicht ausgeschlossen werden wollen.

„Wir waren auch mal traurig, aber wir haben uns getröstet und zwischendurch wieder ganz viel gelacht”, resümiert ein zehnjähriges Mädchen die Wirkung der Projektwoche.