Barmen: Stein auf Stein und Spende für Spende

Barmen: Stein auf Stein und Spende für Spende

„Ich sage es vor Zeugen, damit ich aus dieser Nummer nicht mehr rauskomme: In drei Jahren steht das Heim”. Beim Festkommers zum 100-jährigen Bestehen der Salingia aus Barmen im Jahre 2008 hatte Landrat Wolfgang Spelthahn sich weit aus dem Fenster gelehnt. Er kam nun wieder zum Fußballclub, um zumindest einen Anfang bei der Einlösung des Versprechens zu machen.

Gemeinsam mit Herbert Schmidt, Vorsitzender der Stiftung Jugend und Sport der Sparkasse Düren, war er als Kuratoriumsvorsitzender in Barmen. Beide überreichten einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro. Dringend wird in Barmen ein Sportlerheim benötigt, denn nach wie vor nutzen die Fußballer eine wenig ansprechende Umkleide in der ehemaligen Schule. Dazu muss stets die Straße überquert werden, was besonders für die kleinsten Sportler gefährlich werden kann.

In Eigenleistung und mit eigenen Mitteln sowie der Unterstützung der Stadt Jülich haben die Barmener nun schon einen Anfang gewagt. Der Rohbau ist fast fertig. „Wir bauen zweckmäßig, kompakt und überschaubar”, erklärte Ingo Offermanns, 1. Vorsitzender der Salingia. Er betonte: „Wir hätten gerne zwei Meter länger gebaut, doch die müssen auch bezahlt werden.”

So entsteht auf dem Sportplatzgelände ein 110 Quadratmeter großes Sportlerheim mit einem Sozialraum, einer kleinen Kochecke, Damen- und Herren-WCs sowie zwei Umkleiden. Kosten soll das Ganze rund 100.000 Euro. „Bis jetzt haben wir trotz aller Eigenleistung diese Summe noch nicht zusammen. Es fehlen rund 35.000 Euro. Wir bauen jetzt, solange Geld da ist, und danach wird gewartet, bis wir wieder etwas haben”, erklärte Offermanns.

Beeindruckt zeigten sich Spelthahn, Schmidt und Bürgermeister Heinrich Stommel allerdings schon vom Erreichten. Sie lobten das starke Engagement, das sowohl von den Vereinsmitgliedern als auch von den ortsansässigen Handwerkern erbracht wurde.

Für sie war es allerdings auch die hervorragende Jugendarbeit der Salingia, die sie als förderungswürdig anerkannten. Natürlich erinnerte Offermanns den Landrat auch an sein gegebenes Versprechen. „Im Moment war nicht mehr drin, aber sehen sie es als erste Rate”, versprach er.