Aldenhoven: Stadt Jülich übernimmt den IT-Schulsupport in immer mehr Kommunen

Aldenhoven: Stadt Jülich übernimmt den IT-Schulsupport in immer mehr Kommunen

Eine Anregung der Rektoren griff der Aldenhovener Schul- und Sozialausschuss für seine jüngste Sitzung auf. Die Pädagogen hatten ausdrücklich den IT-Schulsupport der Stadt Jülich gepriesen, der auch in Nachbarkommunen tätig ist.

Richard Schumacher, im Jülicher Rathaus Leiter des Haupt- und Personalamtes, berichtete von weiteren Expansionsplänen der Abteilung, die nach dem Nordkreis aktuell in den Südkreis (Kreuzau) und sogar bis nach Simmerath ausgeschwärmt ist. Wenn Aldenhoven hinzukäme, wäre der Nordkreis abgedeckt.

Schumacher, den Benny Steinbeiser aus dem Support-Team begleitete, stellte die Dienstleistung als gemeinsames Projekt mit der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale (kdvz) in Frechen vor, ein Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit.

Seit 2004 betreibt Jülich den IT-Schulsupport, der zunächst durch eine externe Firma erfolgte. Zwei Jahre und etliche Negativerfahrungen später übernahm die Stadt diese Aufgabe für zweieinhalb Jahre in Eigenregie, bevor 2009 noch Titz und Niederzier dazukamen sowie seit 2010 die Linnicher Schulen. Betreut werden zurzeit insgesamt 13 Grund-, drei Haupt-, zwei Real- und jeweils eine Förder- und sekundarschule und ein Gymnasium. Dazu ikommen noch etliche Kitas in Jülich und Niederzier, die zunehmend ihre Schützlinge mit Computern in Kontakt bringen. Der Service umfasst unter anderem Beratung, Netzwerkbetreuung sowie die Beschaffung von Hard- und Software, wobei der Fokus auf kostengünstige Open-Cource-Lösungen liegt. „Wir sind nicht der billige Jakob“, sagte Schumacher, der gleichzeitig die Vorteile einer gemeinsamen Lösung herausstrich durch Bündelung von Know-how, problemloser Urlaubs- und Krankenvertretung und die auf alle Partner verteilten Verwaltungskosten. Weiterer Vorteil: Es gibt kein Gewinnstreben, kurze Wege und eine Entlastung der beteiligten Kommunen, die auf Basis des tatsächlichen Aufwandes abrechnen.

Die jährlichen Kosten für Aldenhoven bezifferte er auf rund 22 000 Euro. Will die Gemeinde teilnehmen, ist ein Grundsatzbeschluss für zunächst ein Jahr notwendig. Nach der Probezeit binden sich die Partner für fünf Jahre.

(ahw)