Rödingen: St. Sebastianus Schützenbruderschaft: Gebhard Gerken übergibt Amt

Rödingen : St. Sebastianus Schützenbruderschaft: Gebhard Gerken übergibt Amt

Eine Heilige Messe in der Pfarrkirche St. Kornelius eröffnete den Jahrestag der Schützen, der um eine Woche vorgezogen wurde, um keine Konkurrenzveranstaltung zur großen Kostümsitzung der KG Rot-Gold Rödingen darzustellen. Die Verlegung war für die Schützen selbstverständlich, weil die beiden größten Rödinger Vereine Schützen und Karnevalsgesellschaft eng verbunden sind.

Pfarrer Dieter Telorac zelebrierte zum 30. Mal die Patronatsmesse in Rödingen. Persönlich verglich er seine ersten Tage in Rödingen, als er sich als Fremder auf dem Lande fühlte, mit der jetzigen Situation. „Was macht Heimat aus“, stellte er als Frage und gab seine Antwort. „Nicht die Landschaft, nicht die Häuser, sondern die Menschen als Einzelne oder in ihren Gemeinschaften bilden die Heimat.“ So sieht er die Schützenbruderschaft als einen Quell der Gemeinschaft und damit auch für Heimat.

Im Mittelpunkt des Jahrestages stand neben der Ehrung der Vereinsmeister eine Neuwahl, da bereits seit langem bekannt war, dass Gebhard Gerken das Amt in jüngere Hände übergeben wollte. Diesen Wechsel hatte der Vorstand beraten und einen gemeinsamen Vorschlag erarbeitet, den Thorsten Hompesch — noch als 2. Brudermeister — der Versammlung vorschlug. Dabei stand ein Vorstandsteam im Vordergrund, das sich vor allem die repräsentativen Aufgaben teilen wird.

Zum Nachfolger wurde der 29-jährige Thorsten Hompesch gewählt, der seit einem Jahr im Vorstand ist. Nicht nur als sehr guter Freihandschütze ist er bekannt, sondern hatte auch schon viele Aufgaben in der Bruderschaft übernommen: Fähnrich, Kommandant, Mitorganisator des Schützenfests und auch schon 2. Brudermeister. Als studierter Rechtswissenschaftler, aber vor allem durch seine menschliche Reife kann er die Bruderschaft sicher in die Zukunft führen.

Einstimmig gewählt

Als 2. Brudermeister folgte René Töpfer neu in den Vorstand. Auch er stammt aus einer Schützenfamilie und bringt sich schon seit Jahren aktiv ein: IT-Fachmann, Fähnrich, Mitorganisator des Schützenfests und Jugendbetreuung. Wie die Beiden wurden auch alle Vorstände einstimmig gewählt: 1. Kassierer Herbert Weber und 2. Michael Niehsen; 1. Schriftführer Andrea Kanehl und 2. Michael Gerken.

Thorsten Hompesch dankte Gebhard Gerken für 26 Jahre Vorstandszeit, davon 16 Jahre als Brudermeister. Dabei konnte er die Mitgliederanzahl steigern, zwei Bezirksbundesfeste in Rödingen durchführen und im Jahr 2005 selbst als König aufziehen. Sein Wirken in und für die Bruderschaft war geprägt von Hilfsbereitschaft, Motivationsvermögen und erstaunlichen Talenten als Mediator. Gebhard Gerken hat das Erscheinungsbild der Bruderschaft ganz entscheidend geprägt, er war auch das Gesicht der Bruderschaft. Nach der Übergabe einer Erinnerungstafel an Gebhard und eines Blumenstraußes an seine Frau Gaby Gerken rief der Ehrenkommandant Konstantin Maaßen zum dreifachen Ruf „Gut —Schuss“ auf. Und selten hat das Pfarrheim beim Schützen-Ausruf so gebebt.

Mehr von Aachener Nachrichten