Titz: Spiel, Spaß und Spannung bei „Ferien am Dorfrand“ garantiert

Titz : Spiel, Spaß und Spannung bei „Ferien am Dorfrand“ garantiert

Die Titzer Aktionswoche „Ferien am Dorfrand“, veranstaltet vom „Sachausschuss Kinder- und Jugendarbeit“ (SAKJ), feierte ihr 25-jähriges Bestehen. Den Schirm über die Veranstaltung mit 78 Kindern und 24 Betreuern hielt Dieter Tambour.

Vor der traditionellen Theateraufführung der Kinder vor vielen Gästen als Highlight der Ferienwoche resümierte Leiter Werner Hompesch „in seiner trockenen Art“ die letzten 25 Jahre. 13 davon war er das „Gesicht“ der Ferienspiele, wie Lobredner betonten. 1993 verwandelten Elke Androsch, Josef Kurth und Pastor Rafael Claes die ursprüngliche Tagestour in den Ferien in eine ganze Betreuungswoche für bis zu 80 Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Das Konzept setzt sich aus ein bis zwei Tagesfahrten, meist in Zoos und Erlebnisparks, und Aktionen in Titz zusammen. Für viele Familien ist die Woche ein fester Termin im Kalender.

Traditionell startete sie am Montagmorgen mit einem Wortgottesdienst mit Gemeindereferentin Hildegard Storch. Dann wurden die Kids in acht Gruppen eingeteilt und knüpften in Kennenlernspielen erste Kontakte. Ein beliebter Abschluss war das Schwimmen im Hallenbad Titz.

Die erste Tagesfahrt führte bei schweißtreibenden Temperaturen in die Bauernhof-Erlebnisoase „Irrland“ bei Kevelaer, die mächtig Eindruck hinterließ und Thema der Abschlussvorführung wurde. Spielen, Basteln, Bühnenbild und Theaterproben standen am Mittwoch an. Ziel des zweiten Tagesausfluges war das interaktive Mitmach- und Entdeck-Museum „Continium“ im niederländischen Kerkrade, das angenehm temperiert war. Erwähnenswert ist das Detail, dass bei den Tagesausflügen „kleine Mengen Süßigkeiten erlaubt sind“. Trotz der bewährten Vollverpflegung durch die „Kochfrauen“ hatten die Kids früher immer gerne auf größere Mengen zurückgegriffen.

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen des Abschlussfestes mit anschließendem gemeinsamen Grillen. Eine Schatzsuche und Übernachtung der Teilnehmer der Ferienwoche in der Turnhalle waren weitere beliebte Höhepunkte, wobei kaum jemand viel Schlaf fand.

Die „Hiobsbotschaft“ verkündete Hompesch am Ende des Begrüßungszeremoniells mit Ortsvorstehern aus der Landgemeinde: „Das Jubiläum ist ein schöner Grund, um aufzuhören.“ Dem bald 64-Jährigen, der stets 14 Tage seines Jahresurlaubs für die Ferienspiele opferte, wird es „zu viel“. Neben seinem Alter und der Hitze spielen bei dieser Entscheidung auch die verschärften „Gesetzesauflagen“ eine Rolle. „Man schreit nach Ehrenamtlern, aber ihnen wird es schwer gemacht“, betonte er auf Anfrage.

Werner Hompesch hatte aber sichtlich Spaß bei der Theateraufführung, die wie gewöhnlich von einem von Kindern befahrenen Pappbus mit der Aufschrift „Werner Reisen“ auf der Bühne an den Start ging. Weitere Hauptrollen spielten ein Plumpsklo und im „Irrland“ verschwundene Kinder, die schließlich bei den Schweinen wieder auftauchten.

In etliche Dankesworte an die die vielen Betreuer wurden auch die Unterstützer lobend bedacht, die die Ferienwoche der Titzer Kinder über ein Vierteljahrhundert lang so preiswert ermöglicht haben.

(ptj)
Mehr von Aachener Nachrichten