Aldenhoven: SPD lehnt Patenschaft für Kreisverkehre ab

Aldenhoven: SPD lehnt Patenschaft für Kreisverkehre ab

Selbst die Gestaltung eines Kreisverkehrs ist in der Gemeinde Aldenhoven ein hochbrisantes Politikum. Das garantiert das zerrüttete Verhältnis zwischen Bürgermeister Lothar Tertel (parteilos) und der SPD-Opposition.

Die Genossen werden - das ist das Ergebnis eines erneuten Schlagabtausches mit Tertel im Gemeinderat - keine Patenschaft für einen der insgesamt drei Kreisverkehrsplätze an der Autobahn A44 übernehmen.

Der unmittelbar am Ortsrand an der L136/B56 gelegene Kreisel ist von einer Aldenhoven-Linnicher Unternehmer-Initiative unter Leitung des Aldenhovener Geschäftsmannes und CDU-Ratsherren Amedeo Cellucci gestaltet worden - Kernstück ist das etwa 2,60 Meter hohe und etwa eine Tonne schwere „A wie Aldenhoven”-Monument aus Edelstahl.

Dass die SPD nun auf eine Patenschaft für den zweiten und den dritten Kreisel verzichtet, ist an der Frage der Bezuschussung durch die Gemeinde gescheitert.

Fraktionsvorsitzender Udo Wassenhoven hatte darauf gedrängt, bei der Patenschaft für den zweiten Kreisel wie die Cellucci-Initiave finanziell unterstützt zu werden. Das aber lehnte Tertel ab, da für den zweiten Kreisel konzeptionell kein „Eyecatcher” wie das A-Monument vorgesehen sei. Daher fielen zwangsläufig auch weniger Materialkosten an, und nur für die komme die Gemeinde auf, so der Bürgermeister, der keine konkreten Summen nannte.

Das verleitete Wassenhoven zu der Bemerkung, dann handele es sich im ersten Fall wohl um eine „verdeckte Parteispende”.

Die SPD hatte einst auch Interesse für die Patenschaft der drei Kreisel in Siersdorf angemeldet, doch deren Gestaltung hat die CDU mittlerweile übernommen.

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