Jülich: Spannende Wanderungen gibt es auch im Jülicher Land

Jülich : Spannende Wanderungen gibt es auch im Jülicher Land

So heißt es im Vorspann der Science Fiction-Fernsehserie Raumschiff Enterprise: „Dahin gehen, wohin noch nie ein Mensch zuvor gegangen ist.“ Das ist nicht der Anspruch der Jülichers Ortsgruppe des Eifelvereins.

Es klingt aber zumindest ein bisschen ähnlich, wenn der Vorsitzende Heinz-Peter Claßen sagt, dass „ich schon oft Ur-Jülicher erlebt habe, die gesagt haben, dass sie diese Ecke noch nie gesehen haben“. Dabei liegt die Ecke fast vor der Haustüre. Obwohl das Jülicher Land nicht die Eifel mit ihren Berg- und Tal-Wanderungen ist, sagt Claßen im Brustton der Überzeugung: „Hier gibt es wunderschöne Wanderwege.“

Unterwegs im Jülicher Land: In loser Reihenfolge stellt unsere Zeitung Zusammenarbeit mit der Eifelvereins-Ortsgruppe Jülich lohnenswerte Wanderwege vor. Foto: Jansen

In Zusammenarbeit mit den Wanderwarten des Jülicher Eifelvereins stellt unsere Zeitung in loser Folge lohnende Strecken durch das Jülicher Land vor. Den Auftakt macht Claßen mit einem seiner Geheimtipps: der Wanderung rund um das Forschungszentrum Jülich.

Unterwegs im Jülicher Land: In loser Reihenfolge stellt unsere Zeitung Zusammenarbeit mit der Eifelvereins-Ortsgruppe Jülich lohnenswerte Wanderwege vor. Foto: Jansen

Gefragte Strecke

Rund um das Forschungszentrum — das ist eine der Lieblingsstrecken von Heinz-Peter Claßen. Entlang der Strecke sieht man die Bissspuren des Bibers und den zur Seenplatte aufgestauten Ellebach. Foto: Jansen

„Wir gehen diese Strecke mehrfach im Jahr. Und jedes Mal ist die Zahl der Teilnehmer groß“, sagt der Vorsitzende. Als Startpunkt empfiehlt Claßen das Stetternicher Forsthaus, das an der Alten Dürener Straße in Richtung Forschungszentrum am Rand des Stetternichers Forstes liegt.

Die Runde kann mit oder gegen den Uhrzeigersinn absolviert werden und ist knapp neun Kilometer lang. Sie führt über Schotterwege, ein wenig Asphalt und Feld- beziehungsweise Waldwege und ist vom Profil her „nicht anspruchsvoll“, wie Claßen erklärt. Festes Schuhwerk empfiehlt er trotzdem, damit man nicht jeden Stein unter den Füßen merke.

Spannend sei die Runde um das Forschungszentrum trotzdem, nicht nur aufgrund der Einblicke in das Gelände des größten Arbeitgebers im Kreis Düren. „Weil immer mal wieder Leute fragen, sage ich immer, dass es keine Gefahr aufgrund von Strahlenbelastung gibt“, sagt Claßen zu einer Frage, die sich mit Bezug auf die Vergangenheit der einstigen Kernforschungsanlage ergibt.

Vor Ort können die Wanderer zudem inspizieren, wie der Biber den Ellebach aufstaut und entlang der Strecke eine regelrechte Seenplatte entsteht. An anderer Stelle hat der Fluss aufgrund der Trockenperiode gerade damit zu kämpfen, überhaupt ein Fluss zu sein.

Die Runde bietet die Möglichkeit zu zwei Abstechern. 500 Meter abseits der Strecke liegt die Ruine des Schlosses Hambach. Ein kleiner Abzweig kurz vor Schluss beinhaltet den Fuchsberg, den Hügel, den die Preußen aufgeschüttet haben, um hinter ihrem Schießstand die Geschosse aufzufangen.

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