Glanzvolles Konzert mit der Jungen Philharmonie : Solisten begeistern Zuhörer mit virtuosen Klängen

Glanzvolles Konzert mit der Jungen Philharmonie : Solisten begeistern Zuhörer mit virtuosen Klängen

Das traditionelle Konzert der Jungen Philharmonie Köln in der Schlosskapelle zieht immer wieder Musikinteressierte aus der Region an, die sich auch in diesem Jahr über ein spielfreudiges Ensemble mit ausgezeichneten Solisten freuen konnten.

Durch das Programm führte Prof. Prosper-Christian Otto. In festlicher barocker Klangpracht, aber klassisch geprägt, erklang das Konzert für Violine und Orchester in a-moll „L´Amorosa“ von Antonio Vivaldi. Temporeich und schwungvoll interpretierten die Musiker den Allegro Satz, der Solist Po Fan Chen spielte das Cantabile eindrucksvoll mit weichem Violinton und technisch perfekt den spritzigen dritten Satz.

Das Konzert für Piccolo-Flöte und Orchester Nr. 1 in C-Dur von Vivaldi hatte durch die Virtuosität des Flötisten Diego Garcia Conde und das perfekt agierende Orchester ein besonders hohes Niveau. Der Solist beherrschte die ganze Skala der technischen Möglichkeiten seines Instrumentes in Perfektion. Die ganz leisen, weich und innig ausgespielten Passagen waren ebenso beeindruckend wie die rasanten, klangintensiven. Bravorufe und viel Applaus vom fachkundigen Publikum honorierten einen außergewöhnlichen Konzertbeitrag.

Auch Jonghak Yoon an der Trompete beeindruckte mit seinem Können mit Georg Philipp Telemanns Konzert für Trompete und Orchester in D-Dur und dem Konzert für Trompete und Orchester in D-Dur von Leopold Mozart. Der helle, schmetternde Klang seines Instrumentes wurde von ihm in den unterschiedlichsten Klanggestaltungen ausgespielt und machte die beiden Werke zum Hörvergnügen.

Selten gespielt wird die thematisch durchaus aktuelle Suite „Europa“ von Georg Philipp Telemann, die den Zuhörer auf eine Reise durch europäische Länder mitnimmt und diese mit musikalischen Interpretationen charakterisiert.

Maria Krivenko gehörte der Solopart in dem Herbstlied für Violine und Orchester von Peter Tschaikowsky und im Adagio für Violine und Orchester von Tomaso Albinoni. Die Violinistin spielte das melancholische Herbstlied und das fast mystisch anmutende Adagio von Tomaso Albinoni voller Inbrunst. Sie verschmolz mit ihrem Instrument und entlockte ihm schönste Klänge. Einfühlsam agierten auch die Musiker des Orchesters.

Die Junge Philharmonie Köln bescherte ein ausgewogenes Konzert Programm, das seinen Glanz durch die besondere Spielfreude der Musiker und das virtuose Können der Solisten erhielt. Großer Applaus und große Begeisterung waren das Dankeschön der Besucher, die mit Jacken und Mänteln der Kälte in der Schlosskapelle trotzten und die jungen Künstler bewunderten, die mit kalten Händen ihre Instrumente noch so wunderbar spielen konnten.

(hivi)
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