Jülich: Skater-Contest im Park: Akrobatisch durch die Halfpipe

Jülich: Skater-Contest im Park: Akrobatisch durch die Halfpipe

Früher lag das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde. Vier Rollen tuns aber auch schon. Für Skater ist es das Höchste, auf dem Board und den fast reibungslos gelagerten Rollen Hindernisse jeder Art zu überqueren.

Manche bringen es in der Beherrschung ihres Rollbretts zu einer wahren Meisterschaft von artistischer Güte. Davon werden sich Szene- und Schaupublikum am Samstag, 16. Juni, auf dem Skaterparcours im Jülicher Brückenkopf-Park ein Bild machen können. Dort wird ein Skater Contest, ein Wettstreit von Assen einerseits und solchen, die es noch werden wollen, andererseits ausgetragen.

„Wir freuen uns, dass wir wieder etwas im Bereich Jugend machen können”, leitete der Organisationschef in der Park-GmbH, Hajo Bülles, über zu den Veranstaltern. Das ist in erster Linie die Hall of Fame Streetculture, ein eingetragener Verein aus Gey. Wie der Name schon sagt, sind unter dem seit 2009 firmierenden Hall of Fame-Dach etliche Spielarten von Straßenkultur versammelt. Neben Grafitti-Künstlern sind es Straßenbasketballer und eben auch die Skater, die schon seit 2006 einen Skateboardverein betreiben, wie Stephan Schlepütz, Vorsitzender des Hall of Fame e. V., erzählt. Er ist gemeinsam mit Christian Quintin von dem Unternehmen Skate-Company die treibende Kraft dieses Contests.

Der Wettbewerb in Jülich wird der dritte von acht sein, in denen sich Geübte und Hobbyskater messen. Dabei treten in Gruppe A die Profis, gesponsorte Skater, und in Gruppe B ohne Altersbeschränkung die reinen Hobbyskater gegeneinander an. Den Jungs auf den Brettern - Mädchen sind eher die Ausnahme - sagt man einen zarten Hang zur Anarchie nach. Von daher sind die gebremsten Hoffnungen der Veranstalter auf einen minutiös nach Zeitplan funktionierenden Ablauf verständlich.

„Gerade die gesponsorten Fahrer sind nicht gerade die Pünktlichsten”, spricht Schlepütz aus Erfahrung. Bis 18 Uhr aber sollten alle Teilnehmer ihr Programm absolviert haben. Bei den bisherigen Contests hatten sich jeweils rund 60 Teilnehmer auf die Fahrt durch Halfpipe, Curb, Halbpyramide oder über die Rails gemacht. Die Skaterbahn im Jülicher Brückenkopf-Park hat eine Stammtruppe von etwa 30 Nutzern. Das wäre schon die halbe Miete an Teilnehmern.

Die Startgebühr von vier Euro pro Fahrer werden sich im Übrigen der Park und der Straßenkulturverein brüderlich teilen.

Erstmals werden die Finalisten beider Gruppen ihre Fahrten nacheinander übers selbe Gerät absolvieren. Publikum und Jury erleben dann Boden-, Brett- und Luftakrobatik im direkten Vergleich. Und die Könner sollen es atemberaubend gut drauf haben. Das wird die Jury zu beurteilen haben. Das Schauvolk darf einfach staunen.