Jülich: „Senioren ins Netz“: Modellprojekt hat sich in Jülich bewährt

Jülich : „Senioren ins Netz“: Modellprojekt hat sich in Jülich bewährt

„Senioren ins Netz“ wurde 2000 als ein mit Mitteln des Landes NRW gefördertes Modellprojekt der Stadt Jülich gestartet. Senioren erhielten hier die Gelegenheit, das Internet kennenzulernen und über die neuen Medien mitreden zu können. Um die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen zu fördern, galt es, eine seniorengerechte Infrastruktur aufzubauen.

Seit 2003 engagieren sich zahlreiche Senioren im städtischen Projekt „Senioren ins Netz“ und führen es erfolgreich auf ehrenamtlicher Basis fort. Ihr Anliegen ist es, Altersgenossen den Umgang mit dem Computer, Smartphone, Tablet, Kamera und Fotobearbeitung stressfrei und möglichst einfach zu erklären.

Die steigende Nachfrage zeigt, dass nach wie vor viele Senioren Interesse an den neuen Medien haben, aber selten eine passende individuelle Unterstützung finden. „Senioren ins Netz“ füllt hier eine Lücke mit seinen kleinen Lerneinheiten für Anfänger und Fortgeschrittene. Hier geht es meist um Fragen: „Wie funktioniert das eigentlich?“

Das Projekt unterhält eine enge Kooperation mit dem Seniorenzentrum St. Hildegard. Hier steht für alle Angebote des Projekts die „Dachsteinhütte“ zur Verfügung, ausgestattet mit sieben Rechnern, Beamer und WLan. „Senioren ins Netz“ dokumentiert fotografisch und filmisch beispielsweise Veranstaltungen und Feste des Zentrums. Die Bewohner des Hauses freuen sich über die Ergebnisse, die im Foyer über einen Großbildschirm laufend gezeigt werden. Aus Veranstaltungen wie den Medientagen werden großformatige Bilder für die Wohnflure zur Verfügung gestellt. Hier folgt eine Auflistung der Aktivitäten der einzelnen Gruppen von „Senioren ins Netz“.

Lenkungskreis „Senioren ins Netz“: Eine Koordinatorin und sechs Koordinatoren aus den aktiven Gruppen reflektieren die Arbeit kontinuierlich, planen neue Angebote und entwickeln das Projekt stetig weiter. Unterstützung erhalten sie von der Stadt Jülich, Amt für Familie, Generationen und Integration bei der Organisation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie dem Kontakt in die Verwaltung.

Dienstagstreff „Rund um PC & Co.“: Seit 2015 werden wöchentlich verschiedene Themen in kleinen Schulungseinheiten à zwei Stunden angeboten, beispielsweise Umgang mit Smartphone und Tablet, Word- und Excel-Kurse, Bildbearbeitung, Digitalisierung von veralteten Tonträgern, Sicherheitsfragen rund um Smartphone und PC, Erstellung von Fotobüchern und vieles mehr.

Die Themen generieren sich aus den Nachfragen der Besucher. An den Schulungen nehmen zwischen 6 und 20 Besucher teil. Daneben werden bei einer entsprechenden Nachfrage, in der Regel freitags oder mittwochs, spezielle Kurse für Anfänger zu Computer- und Internetthemen mit einem Umfang von 8 bis 16 Stunden angeboten.

Fotofreunde: Jede Woche montags trifft sich die Gruppe in der Dachsteinhütte und bietet zahlreiche praktische Informationen rund um die Fotografie und Fotobearbeitung. Pro Jahr werden mehrere Fotosafaris und Ausflüge angeboten. Hier können die Teilnehmer auf Motivsuche gehen und die Bilder anschließend unter Anleitung bearbeiten. Alle zwei Jahre richteten die Foto- mit den Videofreunden einen Medientag aus.

Videofreunde: Sechs Teilnehmer treffen sich zweimal pro Monat, um ihre Kenntnisse rund um die Videobearbeitung untereinander auszutauschen.

Digitales Kochbuch: Fortlaufend treffen sich sechs bis acht Kochbegeisterte zum gemeinsamen Ausprobieren von Rheinischen Rezepten. Pro Jahr werden drei bis fünf Treffen im Stadtteilzentrum Nordviertel veranstaltet.

Offener Surftreff: Zweimal wöchentlich wird in der Dachsteinhütte des Altenzentrums ein offener Surftreff angeboten. Hier können die Teilnehmer aus den Gruppen und Schulungseinheiten ihre neu erworbenen Kenntnisse vertiefen. Ein Ansprechpartner steht bei Fragen und Problemen hilfreich zur Seite.

Treff @ktiv 55plus: Dieser offene Treff richtet sich an Männer und Frauen ab 55 Jahre. Hier stehen einmal pro Monat seniorenrelevante Fachvorträge sowie Themen rund um Computerfragen auf dem Programm. Durchschnittlich 20 bis 25 Besucher nehmen regelmäßig teil. Organisiert wird der Treff von einer Koordinatorin und einem Koordinator.

PC-Heimservice: Vier Senior-Experten unterstützten in Vor-Ort-Einsätzen Senioren bei der Behebung von Problemen mit dem PC. Meist handelt es sich dabei um Schwierigkeiten mit dem Internet oder mit der Hardware. Pro Jahr werden 70 bis 100 Einsätze geleistet.

Alle Angebote sind auch im Internet zu finden unter www.juelich.de/senioreninsnetz. Außerdem erteilt das Amt für Familie, Generationen und Integration unter Telefon 02461/63411 weitere Auskünfte zum Projekt.

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